Pallade Veneta - Merz: Jüdisches Leben in Deutschland "so bedroht wie schon lange nicht mehr"

Merz: Jüdisches Leben in Deutschland "so bedroht wie schon lange nicht mehr"


Merz: Jüdisches Leben in Deutschland "so bedroht wie schon lange nicht mehr"
Merz: Jüdisches Leben in Deutschland "so bedroht wie schon lange nicht mehr" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht jüdisches Leben in Deutschland "so bedroht wie schon lange nicht mehr". Es gebe "eine stark steigende Zahl von Straftaten, von Übergriffen, von Schmierereien an Hauswänden mit antisemitischem Inhalt", sagte Merz am Montag auf dem Jüdischen Campus in Berlin. Dort tagte das CDU-Präsidium unter Merz' Vorsitz. Die CDU zeige mit ihrem Besuch, dass sie "voll und ohne jede Einschränkung" hinter den in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden stehe.

Textgröße ändern:

Vom Besuch des Jüdischen Campus soll laut Merz die klare Botschaft ausgehen: "Jüdisches Leben gehört zu Deutschland." Die Bundesrepublik habe eine historische Verpflichtung, dieses Leben zu schützen. "Und die CDU ist wie keine zweite Partei in Deutschland diesem Auftrag innerlich fest verbunden", betonte der Kanzler.

Mit dem Besuch und der Sitzung auf dem Jüdischen Campus setze das CDU-Präsidium "ein klares Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland", erklärte die Jüdische Gemeinde Chabad im Vorfeld.

Der Jüdische Campus im Berliner Stadtteil Wilmersdorf ist nach Angaben der Gemeinde ein zentraler Ort der Begegnung, Bildung und des gesellschaftlichen Austauschs. Er unterbreitet Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien und soll für "ein lebendiges, offenes und zeitgemäßes jüdisches Leben in der Hauptstadt" stehen. Auf dem Gelände gibt es bereits eine Kita, eine Grundschule und ein Gymnasium. Weitere Einrichtungen sind in der Planung.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Steinmeier ehrt Medaillengewinner mit Silbernem Lorbeerblatt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Montag in Berlin zahlreiche Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Die 1950 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftete Auszeichnung ist die höchste nationale Ehrung für Spitzenleistungen im deutschen Sport.

Kommunen warnen vor weiteren Rekorddefiziten: rund 30 Milliarden Euro pro Jahr

Die Kommunen haben vor weiteren Milliardendefiziten in den nächsten Jahren gewarnt - und den Bund zur Unterstützung aufgefordert. "Seit wenigen Tagen kennen wir die aktuelle Finanzprognose bis 2029 und der Befund ist dramatisch", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Achim Brötel (CDU), am Montag in Berlin. Für 2026 erwarteten die Kommunen ein Defizit von 29,7 Milliarden Euro, für 2027 von 29,6 Milliarden und für 2028 von 28,9 Milliarden.

Pantisano: Äußerung zu CDU "verkürzt und in dieser Form falsch"

Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano hat sich für seine umstrittene Äußerung zur CDU entschuldigt. "Meine Aussage, es gebe derzeit keinen Unterschied zwischen der Politik der CDU und der AfD, war verkürzt und in dieser Form falsch", erklärte er am Montag. "Dafür bitte ich um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen."

Britischer Premierminister Starmer tritt zurück

Angesichts des massiven Drucks aus seiner eigenen Partei hat der britische Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt. "Ich werde als Vorsitzender der Labour-Partei zurücktreten", sagte Starmer am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street in London. Starmer gab bekannt, dass er bis zur Wahl seines Nachfolgers vorerst Regierungschef bleiben werde. Sein Nachfolger soll den Labour-Vorsitz und das damit verknüpfte Amt des Premierministers laut Starmer antreten, bevor das Parlament Anfang September aus der Sommerpause zurückkehrt.

Textgröße ändern: