Pallade Veneta - Nach Aus für 1000-Euro-Prämie im Bundesrat: Suche nach weiteren Entlastungen

Nach Aus für 1000-Euro-Prämie im Bundesrat: Suche nach weiteren Entlastungen


Nach Aus für 1000-Euro-Prämie im Bundesrat: Suche nach weiteren Entlastungen
Nach Aus für 1000-Euro-Prämie im Bundesrat: Suche nach weiteren Entlastungen / Foto: DENIS CHARLET - AFP

Nach dem Stopp der geplanten 1000-Euro-Prämie durch den Bundesrat suchen Union und SPD nach anderen Möglichkeiten zur raschen Entlastung der Bürgerinnen und Bürger. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte der "Rheinischen Post", die Regierung werde am Dienstag im Koalitionsausschuss gemeinsam darüber beraten. Aus der Union kamen Forderungen, jetzt bei der geplanten Steuerreform aufs Tempo zu drücken.

Textgröße ändern:

Am Freitag hatte die Länderkammer die Entlastungsprämie abgelehnt, die bereits vom Bundestag beschlossen worden war. Der Plan der Bundesregierung sah vor, Unternehmen durch die Gesetzesänderung die Möglichkeit zu geben, ihren Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Prämie von 1000 Euro zu zahlen.

Für die Länder und Kommunen wäre diese Prämie mit Einnahmeausfällen verbunden gewesen. Eine Gegenfinanzierung hatte die Bundesregierung lediglich in Form einer höheren Tabaksteuer geplant, die aber allein dem Bund zugute kommt. Wie es mit der Prämie weitergeht, blieb zunächst unklar, der Vermittlungsausschuss wurde bislang nicht angerufen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) forderte nach dem Scheitern der Prämie eine Verlängerung des Tankrabatts. Für ein Flächenland wie Sachsen-Anhalt sei dieser enorm wichtig, sagte er der "Rheinischen Post". "Pendler, Pflegedienste, Handwerker oder auch Landwirte – viele müssen täglich weite Strecken fahren. Das geht ins Geld." Er sprach sich dafür aus, den Tankrabatt an das Ende der Auseinandersetzungen im Nahen Osten zu koppeln - dazu sei auch schon ein Antrag in den Bundesrat eingebracht worden.

Auch der Deutsche Landkreistag argumentierte nach dem Aus für die Prämie in diese Richtung. "Wenn man sich die geopolitische Lage anschaut, sieht es für mich nicht nach einem baldigen Absinken der Energiepreise aus. Deshalb muss die Regierung schon jetzt überlegen, wie die Betroffenen auch im Sommer und womöglich darüber hinaus entlastet werden können", sagte Verbandspräsident Präsident Achim Brötel der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Weitere Hilfe sei für viele Menschen in ländlichen Räumen existenziell, denn dort "schlagen die hohen Spritkosten besonders hart zu". Ob ein Ausgleich über einen Tankrabatt, eine Anhebung der Pendlerpauschale oder andere Instrumente erreicht werde, sei für ihn zweitrangig.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Union, Andreas Lenz (CSU) forderte, sich als Entlastungsmöglichkeit die CO2-Abgabe anzuschauen. "Es darf hier auf keinen Fall eine Erhöhung in 2027 geben", sagte er dem Portal "The Pioneer". Der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler fsprach sich in der "Rheinischen Post" dafür aus, dann nun die geplante Einkommensteuerreform "in den Mittelpunkt rücken" müsse.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Trump sorgt mit neuer Breitseite gegen Meloni für Empörung

US-Präsident Donald Trump hat kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara mit einer erneuten Breitseite gegen Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni für Empörung in Rom gesorgt. Am Sonntag hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social ein bearbeitetes Bild veröffentlicht, auf dem Meloni ihn scheinbar voller Bewunderung ansieht. Dazu stellte er die Worte: "Einstweilige Verfügung nötig".

Höhere Ausgaben und mehr Schulden: Kabinett beschließt Haushaltsentwurf 2027 

Das Bundeskabinett hat den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr beschlossen. Dies teilte die Bundesregierung am Montag in Berlin mit. Das von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgelegte Budget sieht höhere Schulden und Ausgaben vor als zunächst geplant. Begründet wird dies insbesondere mit den Auswirkungen des Iran-Kriegs, den gestiegenen Energiepreisen und der schwachen Konjunkturlage.

China sorgt mit Raketentest für Proteste - gemeinsames Marinemanöver mit Russland

Das chinesische Militär hat am Montag einen Raketentest im Pazifikraum ausgeführt und damit für heftige Proteste unter anderem in Australien und Neuseeland gesorgt. Das Geschoss stürzte nach Angaben aus Peking planmäßig in den Pazifik. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, war zunächst unklar. Zudem startete China eine gemeinsame Militärübung mit Russland.

Riesige Menschenmassen geleiten Chameneis Leichnam bei Trauerzug durch Teheran

Begleitet von einer unüberschaubaren Menschenmenge ist der Leichnam von Irans oberstem Führer Ayatollah Ali Chamenei am Montag in einem Trauerzug durch die Straßen der Hauptstadt Teheran gefahren worden. Sein Sarg und die seiner getöteten Angehörigen standen auf der offenen Ladefläche eines Lastwagens, auf Chameneis Sarg lag der schwarze Turban, der ihn als Nachfahre des Propheten Mohammed ausgewiesen hatte. Die Menschen entlang der Straße skandierten Parolen gegen die USA und Israel, die Chamenei Ende Februar am ersten Tag des Iran-Krieges getötet hatten.

Textgröße ändern: