Pallade Veneta - Griechenland will Teil seiner EU-Schulden früher als erwartet zurückzahlen

Griechenland will Teil seiner EU-Schulden früher als erwartet zurückzahlen


Griechenland will Teil seiner EU-Schulden früher als erwartet zurückzahlen
Griechenland will Teil seiner EU-Schulden früher als erwartet zurückzahlen / Foto: David GANNON - AFP/Archiv

Griechenland will einen Teil seiner Schulden aus der Finanzkrise von 2010 vorzeitig an Länder der Europäischen Union zurückzahlen. Das Land werde im kommenden Monat Kredite in Höhe von 6,9 Milliarden Euro bedienen, sagte Regierungssprecher Pavlos Marinakis am Montag vor Journalisten.

Textgröße ändern:

Für 2026 rechnet Griechenland offiziellen Angaben zufolge mit einer Staatsverschuldung von 137 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Mit der nun angekündigten vorzeitigen Rückzahlung von Krediten werde die Staatsverschuldung im Jahr 2027 auf rund 130 Prozent des BIP sinken.

Griechenland werde nicht länger auf Platz eins der am höchsten verschuldeten Länder innerhalb der EU sein. Stattdessen werde Italien diesen Platz einnehmen, erklärte der Leiter der griechischen Behörde für die Verwaltung von Staatsschulden, Dimitrios Tsakonas. Für die kommenden Jahre prognostizierte Tsakonas einen Rückgang der Schulden auf 113 bis 115 Prozent des BIP, womit das Land "auf den vierten oder sogar fünften Platz unter den am höchsten verschuldeten Ländern rutschen würde, hinter Frankreich, Belgien und Italien".

Die Euro-Partner hatten Griechenland im Rahmen der Finanzkrise seit 2010 mit Krediten von insgesamt fast 289 Milliarden Euro mehrfach vor dem Staatsbankrott gerettet. Griechenlands Schulden- und Finanzkrise beschäftigten die Eurogruppe damals sehr und es drohte zwischenzeitlich der Ausschluss Athens aus der Währungsunion.

Nach Jahren schmerzhafter Reformen und Einsparungen kann das Land inzwischen ein Haushaltsplus verzeichnen und hat ein höheres Wirtschaftswachstum als die meisten anderen EU-Länder. 2026 soll die griechische Wirtschaft Regierungsprognosen zufolge um zwei Prozent wachsen.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Chilenin Bachelet zieht Kandidatur als UN-Generalsekretärin zurück

Im Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres hat die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet ihre Kandidatur zurückgezogen. "Einige mögen glauben, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war für eine Kandidatur, wie ich sie vertreten wollte", sagte die 74-Jährige, die vor einigen Wochen bei einer Probeabstimmung auf dem vorletzten Platz gelandet war, am Samstag (Ortszeit) in einem Onlinevideo. Sie bedauere aber nicht, sich dieser "großen Herausforderung" gestellt zu haben.

Letzter Tag der Parlamentswahl in Russland: Zwei Tote bei Drohnenangriffen in Moskau

Am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl in Russland sind bei Angriffen mit hunderten Drohnen nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und eine große Raffinerie bei Moskau getroffen worden. Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte am Sonntag mit, eine 44-jährige Frau und ein älterer Mann seien bei Angriffen an zwei verschiedenen Orten getötet worden. Eine Drohne habe zudem ein Feuer in einem 21-stöckigen Gebäude ausgelöst, 400 Menschen seien evakuiert worden.

Wahllokale geöffnet: Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat begonnen

In Berlin hat die Abgeordnetenhauswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten am Sonntag um 08.00 Uhr. Rund zweieinhalb Millionen Menschen sind in der Bundeshauptstadt bis 18.00 Uhr dazu aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen. Die Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen der regierenden CDU und der oppositionellen Linken voraus.

Wahllokale geöffnet: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat begonnen

In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landtagswahl begonnen. Um 08.00 Uhr öffneten am Sonntag die Wahllokale. Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte sind bis 18.00 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Für die Sozialdemokraten kämpft Ministerpräsidentin Manuela Schwesig darum, weiterregieren zu können. In einer der jüngsten Umfragen, in denen die SPD 33 bis 37 Prozent erreichte, setzte sich die Partei zuletzt vor die AfD, die ansonsten vorn lag.

Textgröße ändern: