Pallade Veneta - BUND fordert mehr Wildnis für Deutschland - Regierung soll Gebiete ausweisen

BUND fordert mehr Wildnis für Deutschland - Regierung soll Gebiete ausweisen


BUND fordert mehr Wildnis für Deutschland - Regierung soll Gebiete ausweisen
BUND fordert mehr Wildnis für Deutschland - Regierung soll Gebiete ausweisen / Foto: JOHN MACDOUGALL - AFP/Archiv

Der Umweltverband BUND hat anlässlich des internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai gefordert, in Deutschland wieder mehr Wildnis zu ermöglichen. Die Bundesregierung solle gemäß früheren Zusagen "endlich mindestens zwei Prozent der Landesfläche als Wildnisgebiete ausweisen", erklärte der BUND am Montag in Berlin. Mittelfristig sollten es sogar fünf Prozent werden, um Biodiversität, Klima und Wasserhaushalt besser zu schützen.

Textgröße ändern:

"Wildnisgebiete sind wunderbare Landschaften", erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. Zugleich böten sie Lebensräume, die in der Kulturlandschaft längst verloren gegangen seien. "Hier finden unzählige Tier- und Pflanzenarten ein Refugium, die anderswo längst selten geworden sind." Neben der biologischen Vielfalt schützten solche Gebiete auch das Klima und den Wasserhaushalt.

"Wir fordern aus guten Gründen, dass tropische Regenwälder, Korallenriffe und afrikanische Savannen geschützt werden", erklärte Bandt weiter. "Doch auch in Deutschland müssen wir unserer eigenen Verantwortung für den Schutz der weltweiten Biodiversität gerecht werden", forderte er die Umsetzung der 2007 für Deutschland beschlossenen und 2024 bekräftigten Nationalen Biodiversitätsstrategie.

Als Wildnis gelten Gebiete, in denen sich die Natur auf großer Fläche ohne das Eingreifen von Menschen entwickeln kann. Derzeit sind dies in Deutschland lediglich etwa 0,6 Prozent der Landesfläche. Wildnisgebiete sollen laut BUND mindestens 1000 Hektar groß sein, in Mooren, Auen und an Küsten mindestens 500 Hektar. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen sie auch betreten werden, etwa im Tourismus oder für Bildung und Forschung.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Iranische Verhandlungsdelegation für Gespräche in der Schweiz angekommen

Vor den geplanten Gesprächen zwischen dem Iran und den USA in der Schweiz ist die iranische Delegation in der Alpenrepublik angekommen. "Wir begrüßen die Ankunft der iranischen Delegation in der Schweiz", erklärte das Schweizer Außenministerium am Samstagabend im Kurzbotschaftendienst X. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, die Delegation sei in der Schweiz angekommen.

Vance zu Gesprächen mit dem Iran in die Schweiz aufgebrochen

US-Vizepräsident JD Vance ist zu Gesprächen mit dem Iran in die Schweiz aufgebrochen. Bei den bevorstehenden Verhandlungen werde es vorrangig um das iranische Atomprogramm und die Waffenruhe im Libanon gehen, sagte Vance am Samstag bei seiner Abreise vom Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews zu Journalisten. Er selbst könne "nur ein oder zwei Tage dort bleiben".

Nach neuen abfälligen Bemerkungen: Meloni verschärft Ton gegenüber Trump

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat ihren Ton gegenüber US-Präsident Donald Trump nach dessen erneuten herablassenden Bemerkungen über sie verschärft. "Diese ständigen, unprovozierten Angriffe sind sinnlos", erklärte Meloni am Sonntag im Onlinedienst Instagram, nachdem Trump sich erneut abfällig über die einstige enge Vertraute geäußert hatte. "Ihre Freundin zu sein, hat meiner Beliebtheit sicherlich nicht geholfen", schrieb Meloni. Sie fügte hinzu: "Ich schlage vor, Sie konzentrieren sich auf Ihre eigene."

Schwerdtner und Pantisano führen künftig die Linke an - Dämpfer für neuen Chef

Die Linke hat mit Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano ein neues Führungs-Duo. Schwerdtner wurde beim Bundesparteitag in Potsdam mit knapp 86 Prozent deutlich im Amt bestätigt, Pantisano wurde neu gewählt. Dem 46-Jährigen verpassten die Delegierten aber gleich einen Dämpfer: Nur gut 53 Prozent stimmten am Samstag für ihn, rund 30 Prozent gegen ihn. Pantisano tritt nun die Nachfolge von Jan van Aken an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte.

Textgröße ändern: