Pallade Veneta - Bundestag könnte ab Anfang Juni über Aussetzung von Diätenerhöhung beraten

Bundestag könnte ab Anfang Juni über Aussetzung von Diätenerhöhung beraten


Bundestag könnte ab Anfang Juni über Aussetzung von Diätenerhöhung beraten
Bundestag könnte ab Anfang Juni über Aussetzung von Diätenerhöhung beraten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Der Bundestag dürfte schon bald über die Aussetzung der Diätenerhöhung für Abgeordnete beraten. Zeitplan der Unionsfraktion sei es, eine erste Lesung dazu in der kommenden Sitzungswoche Anfang Juni abzuhalten, sagte Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) am Dienstag in Berlin. Ende Juni, spätestens Anfang Juli solle das Vorhaben abgeschlossen sein. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) bekräftigte, dass es sich um eine einmalige Aussetzung handeln müsse.

Textgröße ändern:

Spahn hatte seinen Widerstand gegen die Aussetzung am Wochenende aufgegeben. Er sagte am Dienstag, es sei CDU und CSU nun "sehr, sehr wichtig", den bestehenden Mechanismus grundsätzlich beizubehalten und nur einmalig auszusetzen. Denn die Vergangenheit habe gezeigt, dass sonst die Frage der Abgeordnetenbezüge "jedes Jahr politisiert wird" und dann "politisch entschieden" werden müsse.

"Gleichzeitig gilt, wenn wir den Bürgerinnen und Bürgern Reformen und Belastungen zumuten, sollte auch Politik zeigen, dass sie ihren Teil beiträgt", sagte Spahn weiter. Mit der SPD werde deshalb derzeit eine Regelung zur einmaligen Aussetzung erarbeitet.

Der Vorsitzende der CSU im Bundestag, Alexander Hoffmann, verwies gleichfalls auf die "anstehenden Reformen, wo jeder seinen Beitrag leisten muss". Bilger betonte, da die Aussetzung mit der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zusammenfallen werde, sei sie ein Signal, "dass wir auch bei uns ansetzen".

Seit 2014 sind die Diäten der Bundestagsabgeordneten an die Entwicklung des Nominallohnindexes gekoppelt und erhöhen sich dementsprechend automatisch. Zum 1. Juli würde deshalb ein Plus von 4,2 Prozent anstehen. Die monatlichen Bezüge würden damit von derzeit rund 11.833 Euro auf etwa 12.330 Euro vor Steuern steigen.

Um davon abzuweichen, ist ein Gesetz nötig, das nun zügig auf den Weg gebracht werden muss. Selbst wenn der Bundestag dies schon Ende Juni beschließe, könne es aber sein, dass die Aussetzung erst im August verrechnet werde, sagte Bilger. Es brauche immer ein paar Tage, um solche Abläufe zu verändern.

Für die Aussetzung hatten Vertreter des Koalitionspartners SPD geworben. Für die Erhöhungspause plädieren auch Grüne und Linkspartei.

C.Conti--PV

Empfohlen

Iranische Verhandlungsdelegation für Gespräche in der Schweiz angekommen

Vor den geplanten Gesprächen zwischen dem Iran und den USA in der Schweiz ist die iranische Delegation in der Alpenrepublik angekommen. "Wir begrüßen die Ankunft der iranischen Delegation in der Schweiz", erklärte das Schweizer Außenministerium am Samstagabend im Kurzbotschaftendienst X. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, die Delegation sei in der Schweiz angekommen.

Vance zu Gesprächen mit dem Iran in die Schweiz aufgebrochen

US-Vizepräsident JD Vance ist zu Gesprächen mit dem Iran in die Schweiz aufgebrochen. Bei den bevorstehenden Verhandlungen werde es vorrangig um das iranische Atomprogramm und die Waffenruhe im Libanon gehen, sagte Vance am Samstag bei seiner Abreise vom Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews zu Journalisten. Er selbst könne "nur ein oder zwei Tage dort bleiben".

Nach neuen abfälligen Bemerkungen: Meloni verschärft Ton gegenüber Trump

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat ihren Ton gegenüber US-Präsident Donald Trump nach dessen erneuten herablassenden Bemerkungen über sie verschärft. "Diese ständigen, unprovozierten Angriffe sind sinnlos", erklärte Meloni am Sonntag im Onlinedienst Instagram, nachdem Trump sich erneut abfällig über die einstige enge Vertraute geäußert hatte. "Ihre Freundin zu sein, hat meiner Beliebtheit sicherlich nicht geholfen", schrieb Meloni. Sie fügte hinzu: "Ich schlage vor, Sie konzentrieren sich auf Ihre eigene."

Schwerdtner und Pantisano führen künftig die Linke an - Dämpfer für neuen Chef

Die Linke hat mit Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano ein neues Führungs-Duo. Schwerdtner wurde beim Bundesparteitag in Potsdam mit knapp 86 Prozent deutlich im Amt bestätigt, Pantisano wurde neu gewählt. Dem 46-Jährigen verpassten die Delegierten aber gleich einen Dämpfer: Nur gut 53 Prozent stimmten am Samstag für ihn, rund 30 Prozent gegen ihn. Pantisano tritt nun die Nachfolge von Jan van Aken an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte.

Textgröße ändern: