Pallade Veneta - Vor Präsidentenwahl: Autokolonne von Senator in Kolumbien beschossen

Vor Präsidentenwahl: Autokolonne von Senator in Kolumbien beschossen


Vor Präsidentenwahl: Autokolonne von Senator in Kolumbien beschossen
Vor Präsidentenwahl: Autokolonne von Senator in Kolumbien beschossen / Foto: Francisco Calderon - AFP

Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in Kolumbien ist nach Angaben von Präsident Gustavo Petro die Autokolonne eines Senators von der Regierungspartei unter Beschuss geraten. Petro erklärte im Onlinedienst X, der Angriff auf die stark gesicherte Kolonne von Senator Alexander López habe sich am Dienstag in Cauca im Südwesten des Landes ereignet. Für den Angriff machte der linksgerichtete Staatschef den Anführer einer Splittergruppe der früheren Guerrilla-Organisation Farc verantwortlich.

Textgröße ändern:

"Der gepanzerte Wagen von Senator Alexander López wurde von der Drogenbande unter Führung von Iván Mordisco beschossen", schrieb Petro. Er Bezog sich auf den Anführer der Splittergruppe Farc-Dissidenten und meistgesuchten Verbrecher des Landes. "Sie haben versucht, den Senator zu entführen", sagte er zudem bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Hauptstadt Bogotá.

Der Ort des Angriffs liegt nur einen Kilometer von dem Ort in der westlichen Unruhe-Region Cauca entfernt, an dem Ende April bei einem Bombenanschlag 21 Zivilisten getötet worden waren. Auch diese Gewalttat hatte Petro "Terroristen, Faschisten und Drogenschmugglern" zugeschrieben. Bei X fügte er nun hinzu, dass auch das Fahrzeug eines Bürgermeisters angegriffen worden sei.

Vor der Präsidentschaftswahl am 31. Mai ist die Lage in Kolumbien angespannt. Es gab zahlreiche teils tödliche Angriffe bewaffneter Gruppen. Die Sicherheit im Land ist eines der großen Wahlkampfthemen. Alle drei aussichtsreichen Anwärter für das Präsidentenamt haben nach eigenen Angaben Morddrohungen erhalten und umfangreiche Maßnahmen für ihren Schutz ergriffen.

Cauca ist ein Gebiet mit ausgedehnten Drogenanbauflächen und eine der Hochburgen abtrünniger Farc-Mitglieder unter dem Kommando von Mordisco. Präsident Petro hatte sich nach seinem Amtsantritt 2022 erfolglos darum bemüht, mit den größten bewaffneten Gruppen im Land Friedensabkommen zu verhandeln. Die Farc-Dissidenten erkennen ein 2016 erzieltes Friedensabkommen nicht an.

Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind. Viele der bewaffneten Gruppen Kolumbiens, die einst linken oder rechten Ideologien anhingen, sind heute kriminelle Banden, die sich insbesondere durch den lukrativen Kokainhandel finanzieren. Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Letzter Tag der Parlamentswahl in Russland: Zwei Tote bei Drohnenangriffen in Moskau

Am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl in Russland sind bei Angriffen mit hunderten Drohnen nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und eine große Raffinerie bei Moskau getroffen worden. Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte am Sonntag mit, eine 44-jährige Frau und ein älterer Mann seien bei Angriffen an zwei verschiedenen Orten getötet worden. Eine Drohne habe zudem ein Feuer in einem 21-stöckigen Gebäude ausgelöst, 400 Menschen seien evakuiert worden.

Wahllokale geöffnet: Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat begonnen

In Berlin hat die Abgeordnetenhauswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten am Sonntag um 08.00 Uhr. Rund zweieinhalb Millionen Menschen sind in der Bundeshauptstadt bis 18.00 Uhr dazu aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen. Die Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen der regierenden CDU und der oppositionellen Linken voraus.

Wahllokale geöffnet: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat begonnen

In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landtagswahl begonnen. Um 08.00 Uhr öffneten am Sonntag die Wahllokale. Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte sind bis 18.00 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Für die Sozialdemokraten kämpft Ministerpräsidentin Manuela Schwesig darum, weiterregieren zu können. In einer der jüngsten Umfragen, in denen die SPD 33 bis 37 Prozent erreichte, setzte sich die Partei zuletzt vor die AfD, die ansonsten vorn lag.

CDU-Präsidium um Bundeskanzler Merz kommt an Wahlabend in Berlin zusammen

Am Abend der wegweisenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kommt am Sonntag (17.00 Uhr) in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammen. Merz steht seit dem Debakel bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, wo die CDU abgeschlagen hinter der AfD landete, massiv unter Druck. Vereinzelt wurde zuletzt über seine Ablösung diskutiert.

Textgröße ändern: