Pallade Veneta - Israelische Armee ordnet Evakuierung von sieben Dörfern im Südlibanon an

Israelische Armee ordnet Evakuierung von sieben Dörfern im Südlibanon an


Israelische Armee ordnet Evakuierung von sieben Dörfern im Südlibanon an
Israelische Armee ordnet Evakuierung von sieben Dörfern im Südlibanon an / Foto: Jalaa MAREY - AFP

Die israelische Armee hat die Bewohner von sieben Dörfern im Süden des Libanon zur sofortigen Evakuierung aufgerufen. Wegen des "Bruchs der Waffenruhe-Vereinbarung durch die Terrororganisation Hisbollah" werde die israelische Armee "entschiedene Maßnahmen" gegen die pro-iranische Schiitenmiliz ergreifen, erklärte der auf Arabisch kommunizierende Armeesprecher Avichay Adraee am Samstag im Onlinedienst X. Einige der betroffenen Ortschaften befinden sich demnach in der Nähe der Großstadt Nabatäa.

Textgröße ändern:

Die Hisbollah-Miliz erklärte derweil, sie habe die nordisraelische Stadt Kirjat Schmona mit einer "Raketensalve" angegriffen. Dies sei zur "Verteidigung des Libanon und seines Volkes und in Reaktion auf die Verletzung der Waffenruhe durch den israelischen Feind" erfolgt.

Am Freitagabend hatte das libanesische Gesundheitsministerium erklärt, bei erneuten israelischen Angriffen in verschiedenen Orten in der Region der südlibanesischen Stadt Tyros seien mindestens elf Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. Das Ministerium sprach von einer "schweren Verletzung des Völkerrechts".

Im Libanon gilt derzeit eigentlich eine Waffenruhe, die von der Hisbollah-Miliz allerdings abgelehnt wird. Die Hisbollah und Israel greifen sich inzwischen wieder täglich an.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu verkündete am Freitag, dass die israelische Armee im Zuge ihres ausgeweiteten Einsatzes im benachbarten Libanon den Fluss Litani überquert habe, der etwa dreißig Kilometer nördlich der Grenze verläuft. Die israelische Luftwaffe sei zudem in der libanesischen Hauptstadt Beirut, in der östlichen Bekaa-Region sowie "entlang der gesamten Front" im Einsatz.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Hegseth verschärft Druck auf Europa wegen Verteidigungsausgaben

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den europäischen Verbündeten erneut mit Konsequenzen bei zu niedrigen Verteidigungsausgaben gedroht. "Verbündete, die sich weigern, mehr Verantwortung zu übernehmen und ihren Beitrag zu unserer gemeinsamen Verteidigung zu leisten, werden mit einer deutlichen Änderung unserer Vorgehensweise umgehen müssen", sagte Hegseth am Samstag beim Sicherheitsforum Shangri-La-Dialog in Singapur. Zugleich forderte der Pentagon-Chef insbesondere westeuropäische Staaten auf, auf "Moralpredigten" zu verzichten, wenn sie mit den USA nicht einer Meinung seien.

Bericht: Deutsch-französische Gespräche zu atomarer Abschreckung gestartet

Deutschland und Frankreich haben einem Medienbericht zufolge ihre geplanten Gespräche über eine engere Zusammenarbeit bei der atomaren Abschreckung aufgenommen. Der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, sei am Mittwoch zu einer ersten Gesprächsrunde mit weiteren Staaten nach Paris gereist, berichtete der "Spiegel" am Samstag. Die Bundeswehr soll dem Bericht zufolge voraussichtlich im September erstmals am konventionellen Teil französischer Nuklearübungen teilnehmen.

Französischer Soziologe und Philosoph Edgar Morin im Alter von 104 Jahren gestorben

Der französische Soziologe und Philosoph Edgar Morin ist tot. Der weltweit bekannte Intellektuelle starb am Freitag im Alter von 104 Jahren, wie seine Ehefrau Sabah Abouessalam Morin der Nachrichtenagentur AFP am Samstag mitteilte. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte Morin im Onlinedienst X als Widerstandskämpfer gegen Nazi-Deutschland, Schriftsteller und "Denker des Jahrhunderts". Er sei "die Verkörperung des Humanismus" gewesen, schrieb Macron m Onlinedienst X.

Flugbetrieb am Airport München wieder aufgenommen - keine Drohnen entdeckt

Nach einer einstündigen Sperrung wegen einer mutmaßlichen Drohnensichtung ist der Betrieb am Flughafen München wieder aufgenommen worden. Wie ein Sprecher des Flughafens am Samstag sagte, sind Start- und Landebahnen wieder in Betrieb. Ein Sprecher der Bundespolizei teilte mit, bei einer umfangreichen Suche nach möglichen Drohnen sei keine Gefährdung festgestellt worden.

Textgröße ändern: