Pallade Veneta - KI-Unternehmen Anthropic meldet Börsengang an

KI-Unternehmen Anthropic meldet Börsengang an


KI-Unternehmen Anthropic meldet Börsengang an
KI-Unternehmen Anthropic meldet Börsengang an / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP

Das US-Unternehmen Anthropic hat seinen Börsengang angemeldet. Der Konzern für Künstliche Intelligenz (KI) reichte dazu nach Angaben von Montag sein Dossier bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Zum Inhalt äußerte sich das Unternehmen nicht. Mit dem Börsengang wird in diesem Jahr gerechnet. Er hänge "von den Marktbedingungen und anderen Faktoren ab", erklärte Anthropic in einem Blogbeitrag.

Textgröße ändern:

Anthropic ist für seinen Chatbot Claude bekannt, der vor allem von Unternehmen genutzt wird. Zudem arbeitet Anthropic an einem KI-Modell namens Mythos, das Lücken in Cybersicherheitssystemen aufspüren soll. Neben den US-Behörden hofft auch die EU auf einen testweisen Zugriff, um mögliche Risiken auszuloten. Deutsche Verfassungsschützer und Sicherheitspolitiker hatten gewarnt, Kriminelle oder staatliche Akteure könnten Mythos für Cyberangriffe nutzen.

Erst am Donnerstag hatte Anthropic nach einer neuen Finanzierungsrunde mitgeteilt, nun wertvoller als sein KI-Konkurrent OpenAI zu sein. Anthropic wurde zuletzt mit 965 Milliarden Dollar bewertet.

Anthropic steht derzeit in einem Rechtsstreit mit dem US-Verteidigungsministerium. Dabei geht es um die uneingeschränkte militärische Nutzung der KI-Technologie, die Anthropic dem Pentagon verweigert hat. Der Konzern erklärte, er wolle KI nicht zur "Massenüberwachung im Inland" oder in vollautonomen Waffensystemen einsetzen lassen. Das Pentagon stufte Anthropic daraufhin als "Sicherheitsrisiko in der Lieferkette" ein, wogegen das Unternehmen sich juristisch wehrt.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Diplomatischer Eklat: Polens Präsident entzieht Selenskyj höchste Auszeichnung

Der Streit zwischen Polen und der Ukraine um die Weltkriegs-Vergangenheit schaukelt sich weiter hoch: Der rechtsnationale polnische Präsident Karol Nawrocki hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj die höchste Ehrung des Landes entzogen. Nawrocki verkündete die Aberkennung des Weißer-Adler-Ordens am Freitagabend in einer Videobotschaft. Die ukrainische Regierung verurteilte den Schritt umgehend als "strategischen Fehler" und "respektlos". Selenskyj hatte mit der Benennung einer ukrainischen Armeeeinheit nach der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) Ende Mai einen diplomatischen Eklat mit Polen ausgelöst.

Polens Präsident entzieht Selenskyj höchste Auszeichnung des Landes

Nach einem Streit um die Weltkriegs-Vergangenheit entzieht der polnische Präsident Karol Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj die höchste Ehrung des Landes. Nawrocki verkündete die Aberkennung des Weißer-Adler-Ordens am Freitagabend in einer Videobotschaft. Die ukrainische Regierung verurteilte den Schritt umgehend als "strategischen Fehler" und "respektlos". Polen gehört bislang zu den wichtigsten militärischen und humanitären Unterstützern der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland.

Linken-Parteitag: Kämpferische Töne gegen Rechts und die Politik der Regierung

Scharfe Kritik an der Sozialpolitik der Bundesregierung und Aufrufe zum Kampf gegen Rechts haben den Auftakt des Linken-Bundesparteitags in Potsdam geprägt. "Der Gegner steht immer noch rechts", rief Parteichefin Ines Schwerdtner, die sich zur Wiederwahl stellt, am Freitag den Delegierten zu. Fraktionschefin Heidi Reichinnek warf der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) vor, den hart erkämpften Acht-Stunden-Tag "zerstören" zu wollen.

Bundestagsabgeordnete Cademartori und Mesarosch neue SPD-Chefs in Baden-Württemberg

Die SPD in Baden-Württemberg hat die Bundestagsabgeordneten Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Bei einem Landesparteitag in Ulm erhielt die 38-jährige Cademartori am Freitag 87,8 Prozent der Delegiertenstimmen, der 35-jährige Mesarosch kam auf 78,5 Prozent, wie die Partei mitteilte. Zuvor hatte das Duo eine Mitgliederbefragung mit 56,5 Prozent Zustimmung gewonnen.

Textgröße ändern: