Pallade Veneta - Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition

Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition


Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition
Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Ein tödlicher Zwischenfall bei einem Schießtraining der Bundespolizeispezialeinheit GSG9 bei Putlos in Schleswig-Holstein ist nach Ermittlerangaben durch vertauschte Munition verursacht worden. Ein Beamter der GSG9 habe mutmaßlich beim Laden einer Waffe Übungspatronen mit scharfer Munition verwechselt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Lübeck am Donnerstag mit. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Textgröße ändern:

Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge gab der Beamte, der die Munition vertauschte, im Rahmen einer Übung anschließend selbst den tödlichen Schuss auf eine weitere Einsatzkraft seiner Einheit ab. Der Getroffene starb trotz sofort eingeleiteter Rettungsbemühungen noch am Ort des Geschehens, wie es am Donnerstag hieß. Die Übung hatte am 11. Mai auf dem Bundeswehrübungsplatz Putlos bei Oldenburg in Holstein stattgefunden.

Nach dem Vorfall äußerte sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) "zutiefst erschüttert" über den Tod des Beamten. Die GSG9 ist die Spezialeinheit der Bundespolizei. Sie kommt bei der Bekämpfung von schwerster Kriminalität zum Einsatz - etwa bei Geiselnahmen, Anschlägen oder besonders riskanten Razzien. Jährlich absolviert sie laut Bundespolizei etwa 50 bis 60 Einsätze.

L.Barone--PV

Empfohlen

"Sie hat mich angebettelt" - Meloni bezeichnet Trump-Äußerung als "frei erfunden"

Die italienische Ministerpräsidentin Georgia Meloni hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, sie habe ihn beim G7-Gipfel in Frankreich um ein gemeinsames Foto "angebettelt", als "frei erfunden" bezeichnet. "Ich bin fassungslos", erklärte Meloni im Onlinedienst X am Freitag. "Ich und Italien betteln nie", fügte sie hinzu.

Innenminister wollen Ausbau ziviler Verteidigung bis 2029 deutlich stärken

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen die zivile Verteidigungsfähigkeit in Deutschland deutlich stärken. Dafür soll ein "gemeinsamer Fahrplan" erarbeitet werden, mit dem die zivile Verteidigungsfähigkeit bis 2029 "möglichst umfassend" erreicht werden soll, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) zum Abschluss der Frühjahrstagung der Innenministerkonferenz (IMK) am Freitag in Hamburg. Wegen einer hohen Intensität hybrider Angriffe und russischer Destabilisierungsversuche komme der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft eine zentrale Bedeutung zu, betonte Grote.

Innenminister wollen Straftäter leichter ausweisen können

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen die Hürden für die Ausweisung ausländischer Straftäter senken. Wer gravierende Gewalttaten oder vergleichbar schwere Straftaten verübt hat oder als Gefährder gilt, soll demnach auch bei Bestehen eines Schutzstatus ausgewiesen werden können, wie die Hamburger Innenbehörde am Freitag mitteilte.

Aufrufe zu Anschlägen auf Politiker: Drei Jahre Haft für Angeklagten

Im Prozess um die Veröffentlichung von Todeslisten mit Namen von Politikern ist ein 50-Jähriger vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sprach den Angeklagten am Freitag unter anderem wegen Terrorismusfinanzierung, der Anleitung zur Begehung einer terroristischen Straftat sowie der Anleitung zur verbotenen Herstellung von Molotowcocktails und Sprengvorrichtungen schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern: