Pallade Veneta - Mutmaßlicher Drogenhandel über Darknet: Zollbeamter und Polizist unter Verdacht

Mutmaßlicher Drogenhandel über Darknet: Zollbeamter und Polizist unter Verdacht


Mutmaßlicher Drogenhandel über Darknet: Zollbeamter und Polizist unter Verdacht
Mutmaßlicher Drogenhandel über Darknet: Zollbeamter und Polizist unter Verdacht / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Ein Zollbeamter aus Niedersachsen soll gemeinsam mit mehreren weiteren Beschuldigten, darunter einem Polizisten, in größerem Stil Drogen über das sogenannte Darknet vertrieben haben. Wie die Generalstaatsanwaltschaft und die Polizei in Oldenburg am Donnerstag mitteilten, geht um mehr als tausend Fälle des Rauschgiftverkaufs mit einem Umsatz von mindestens einer halben Million Euro. Der Zollbedienstete und zwei weitere mutmaßliche Hauptbeschuldigte wurden demnach am Mittwoch festgenommen.

Textgröße ändern:

Dem Polizisten wird Beihilfe vorgeworfen, er befand sich den Angaben zufolge weiter auf freiem Fuß. Demnach rückten am Mittwoch zahlreiche Einsatzkräfte, darunter Mitglieder von Spezialeinheiten, zur Festnahme der drei Hauptverdächtigen sowie ergänzenden Razzien aus. Durchsucht wurden dabei zehn Wohn- und Bürogebäude in den niedersächsischen Städten Oldenburg, Bad Zwischenahn und Wilhelmshaven sowie in Hamburg.

Nach Ermittlerangaben sollen die Beschuldigten im Alter von 31 bis 37 Jahren arbeitsteilig vorgegangen sein, der Tatzeitraum reicht von Februar 2019 bis April 2026. Der Zollbeamte soll die Drogen beschafft und in einem Lager im Bereich Bad Zwischenahn zentral gelagert haben, während ein zweiter Hauptbeschuldigter das Rauschgift verpackt und über Postdienstleister versandt haben soll. Der dritte übernahm demnach die Zahlungsabwicklung. Der Polizeibeamte soll Lagerräume betrieben haben.

Die Drogen sollen die Verdächtigen über illegale Internethandelsplätze im Darknet sowie über Messengerdienste angeboten und international verkauft haben. Es geht um Rauschgifte wie Cannabis, Amphetamin und Kokain. Bei den Durchsuchungen am Mittwoch beschlagnahmten Ermittler unter anderem Datenträger und Kommunikationsmittel sowie kilogrammweise Drogen, außerdem Vermögenswerte wie Bargeld und hochwertige Uhren.

Neben dem Zollbeamten aus Bad Zwischenahn sollen die beiden anderen Hauptbeschuldigte in Oldenburg und im Raum Hamburg ansässig gewesen sein. Der als Helfer beschuldigte Polizist arbeitet bei der Polizeidirektion Oldenburg. Ermittelt wird in dem Fall wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Drogenhandels. Die drei Hauptbeschuldigten wurden am Donnerstag einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

L.Barone--PV

Empfohlen

Frankreichs Staatsverschuldung erreicht in diesem Jahr höchsten Stand seit 1978

Frankreichs Staatsverschuldung wird in diesem Jahr nach Angaben aus Paris ihren höchsten Stand seit fast 50 Jahren erreichen. Die Staatsschulden würden 2026 119,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und 2027 121,7 Prozent erreichen, verlautete am Samstag aus dem französischen Finanzministerium. So hoch lag der Wert nach Angaben des französischen Statistikamtes Insee seit 1978 nicht mehr.

Gewaltsame Zusammenstöße bei rechtsextremer Demonstration in den Niederlanden

Rechtsextreme Demonstranten haben sich am Samstag in den Niederlanden gewaltsame Zusammenstöße mit der Polizei geliefert. Laut Polizei versammelten sich rund 500 Rechtsextreme im Zentrum von Den Haag, skandierten antisemitische Parolen und bewarfen Polizisten mit Feuerwehrkörpern und anderen Wurfgeschossen. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein und ging mit Hunden und Wasserwerfern gegen die rechten Demonstranten vor. 24 Menschen wurden demnach festgenommen.

Weißes Haus verweigert Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump Hausverbot hat das Weiße Haus Ernst gemacht und Journalisten des Nachrichtensenders CNN und zweier weiterer Medien den Zutritt verwehrt. Mitarbeiterinnen von CNN, des Senders MS NOW und des Nachrichtenportals Politico wurden am Samstag an den Zugängen zum Weißen Haus abgewiesen, ihre Zutrittsausweise wurden ihnen abgenommen. Der Verband der White-House-Korrespondenten verurteilte den Schritt als verfassungswidrig.

US-Journalistenverband kritisiert Trumps Hausverbot gegen Reporter scharf

Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten am Samstag. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".

Textgröße ändern: