Pallade Veneta - Libanons Präsident: Iran soll sich nicht in "unser Land" einmischen

Libanons Präsident: Iran soll sich nicht in "unser Land" einmischen


Libanons Präsident: Iran soll sich nicht in "unser Land" einmischen
Libanons Präsident: Iran soll sich nicht in "unser Land" einmischen / Foto: Anwar AMRO - AFP

Libanons Präsident Joseph Aoun hat den Iran aufgefordert, sich nicht in sein Land einzumischen. "Es ist nicht Euer Land, es ist unser Land", sagte er in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit dem Sender CNN an die iranischen Revolutionsgarden gerichtet. "Es ist nicht Eure Aufgabe, Euch in unser Land einzumischen", fuhr er fort.

Textgröße ändern:

"Sie nutzen den Libanon als Druckmittel in ihren Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Das ist inakzeptabel", sagte Aoun weiter, wobei er sich auf die Führung im Iran bezog. Teheran beharrt darauf, dass die Kämpfe im Libanon und in der Golfregion miteinander verbunden seien.

Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz müsse verstehen, dass es "keinen anderen Weg gibt, als sich an einen Tisch zu setzen und zu reden, keinen anderen Weg, dieses Problem zu lösen und das zu retten, was noch übrig ist, als durch Verhandlungen und Diplomatie", sagte Aoun. "Es ist das libanesische Volk, nicht das Volk von (Hisbollah-Chef) Naim Kassem", fuhr Libanons Präsident fort. "Die Mehrheit des libanesischen Volkes hat den Krieg satt."

Die Hisbollah ist die einzige Miliz im Libanon, die sich nach dem Ende des dortigen Bürgerkriegs 1990 weigerte, ihr vom Iran finanziertes Waffenarsenal abzugeben. Die Miliz hatte den Libanon, von dessen Territorium aus sie agiert, Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen. Eigentlich gilt im Libanon seit dem 17. April eine Feuerpause. Israel und die Hisbollah-Miliz greifen sich dessen ungeachtet weiter täglich an.

Am Mittwoch hatten sich Israel und der Libanon bei Gesprächen in Washington auf die "Umsetzung einer Waffenruhe" geeinigt. Aoun sprach von einer "großen Chance, den Feindeszustand zwischen dem Libanon und Israel zu beenden". Die Hisbollah erklärte am Donnerstag allerdings, sie lehne die Vereinbarung ab.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Gewaltsame Zusammenstöße bei rechtsextremer Demonstration in den Niederlanden

Rechtsextreme Demonstranten haben sich am Samstag in den Niederlanden gewaltsame Zusammenstöße mit der Polizei geliefert. Laut Polizei versammelten sich rund 500 Rechtsextreme im Zentrum von Den Haag, skandierten antisemitische Parolen und bewarfen Polizisten mit Feuerwehrkörpern und anderen Wurfgeschossen. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein und ging mit Hunden und Wasserwerfern gegen die rechten Demonstranten vor. 24 Menschen wurden demnach festgenommen.

Weißes Haus verweigert Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump Hausverbot hat das Weiße Haus Ernst gemacht und Journalisten des Nachrichtensenders CNN und zweier weiterer Medien den Zutritt verwehrt. Mitarbeiterinnen von CNN, des Senders MS NOW und des Nachrichtenportals Politico wurden am Samstag an den Zugängen zum Weißen Haus abgewiesen, ihre Zutrittsausweise wurden ihnen abgenommen. Der Verband der White-House-Korrespondenten verurteilte den Schritt als verfassungswidrig.

US-Journalistenverband kritisiert Trumps Hausverbot gegen Reporter scharf

Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten am Samstag. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".

Huthis melden Angriffe auf saudiarabische Hauptstadt und Ölanlagen am Roten Meer

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben "wichtige" Ziele in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sowie Ölanlagen am Roten Meer angegriffen. Huthi-Kämpfer hätten mithilfe "einer großen Anzahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper sowie Drohnen" zwei erfolgreiche Militäreinsätze ausgeführt, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Samstag im Onlinedienst Telegram. Augenzeugen hatten zuvor von Explosionen in Riad sowie von schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens berichtet.

Textgröße ändern: