Pallade Veneta - Ataman: Ungefähr jeder Sechste hat schon einmal Diskriminierung erfahren

Ataman: Ungefähr jeder Sechste hat schon einmal Diskriminierung erfahren


Ataman: Ungefähr jeder Sechste hat schon einmal Diskriminierung erfahren
Ataman: Ungefähr jeder Sechste hat schon einmal Diskriminierung erfahren / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Laut der neuen Antidiskriminierungsbeauftragten der Bundesregierung, Ferda Ataman, ist eine große Zahl von Menschen in Deutschland schon einmal diskriminiert worden. "Wir haben keine ganz klare Zahl, wie viele Diskriminierungsfälle in Deutschland passieren", sagte Ataman am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin" anlässlich der Vorstellung des neuen Jahresberichts der Behörde. Viele Menschen würden das, was sie erleben, mit sich alleine ausmachen.

Textgröße ändern:

Bei repräsentativen Erhebungen hätten jedoch 16 Prozent angegeben, dass sie in den letzten fünf Jahren Diskriminierung erfahren hätten - das wäre ungefähr jeder sechste Mensch. "Das sind hochgerechnet 13 Millionen Menschen", sagte Ataman. Es gebe zudem weitere Studien, die immer wieder zeigten, dass ein erheblicher Anteil der Bevölkerung schon einmal Diskriminierung erfahren habe - zum Beispiel die Hälfte der Menschen mit Behinderungen.

Die meisten von der Antidiskriminierungsstelle registrierten Beratungs- und Diskriminierungsfälle betreffen laut Ataman den Arbeitsmarkt. Es geht dabei oft nicht um bösen Willen, sondern zum Beispiel darum, dass Leute jeweils Menschen einstellten, die ihnen ähnlich seien. "Das führt dazu, dass viele Menschen ausgeschlossen werden."

Die Publizistin Ataman war Anfang Juli vom Bundestag zur neuen Antidiskriminierungsbeauftragten gewählt worden. Gegen sie gab es in den Reihen der Ampel-Koalition allerdings Vorbehalte, vor allem bei der FDP.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Wadephul nimmt an Außenministertreffen in Istanbul teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird am Freitag nach Angaben aus Berliner Regierungsreisen zu einem Außenministertreffen in der türkischen Metropole Istanbul erwartet. Wadephul will dabei nach Angaben aus dem türkischen Außenministerium mit seinen Kollegen aus Großbritannien und Frankreich sowie mit den Außenministern der Türkei, Saudi-Arabiens, Pakistans und Ägyptens über die regionale Sicherheit beraten.

CSU-Parteitag mit Rede Söders - Besonderes Augenmerk auf Aigner

Unter dem Motto "Näher am Menschen - Für ein bürgernahes und bodenständiges Bayern" hält die CSU ab Freitag in München einen zweitägigen Parteitag ab (16.00 Uhr). Im Mittelpunkt der Beratungen steht eine Rede von CSU-Chef Markus Söder. Dieser hob im Vorfeld hervor, dass seine CSU nach jüngsten Umfragen weiter die mit Abstand stärkste Partei in Bayern ist.

Trump: Ukraine verfügt wieder über Satelliten-Internetdienst Starlink

Die Ukraine verfügt nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder über den vom US-Unternehmen SpaceX bereit gestellten Satelliten-Internetdienst Starlink, der im Krieg gegen Russland von entscheidender Bedeutung ist und zuletzt mutmaßlich gedrosselt wurde. Er gehe davon aus, dass SpaceX-Chef Elon Musk den Dienst "wieder eingeschaltet hat", sagte Trump am Donnerstag in Washington.

Tausende fordern in Venezuela Rückkehr von Oppositionspolitikerin Machado

In Venezuela haben am Donnerstag tausende Menschen auf einer Kundgebung die Rückkehr der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado gefordert. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich rund 2000 Demonstrierende auf der Plaza Venezuela und hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie die Abhaltung von Wahlen verlangten. Auch im Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien fand eine Kundgebung statt.

Textgröße ändern: