Pallade Veneta - Inmitten weiterer Angriffe Israels und der Hisbollah: Libanons Armeechef besucht Pakistan

Inmitten weiterer Angriffe Israels und der Hisbollah: Libanons Armeechef besucht Pakistan


Inmitten weiterer Angriffe Israels und der Hisbollah: Libanons Armeechef besucht Pakistan
Inmitten weiterer Angriffe Israels und der Hisbollah: Libanons Armeechef besucht Pakistan / Foto: - - AFP

Auch nach den jüngsten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon kehrt im Konflikt mit der Hisbollah keine Ruhe ein. Israels Armee meldete am Samstag Angriffe auf rund 150 Ziele der pro-iranischen Miliz im Süden des Libanon binnen 48 Stunden. Die Hisbollah attackierte ihrerseits erneut Ziele in Israel. Libanesischen Angaben zufolge wurden mindestens zwei Menschen bei weiteren israelischen Angriffen im Südlibanon getötet. Derweil brach Libanons Armeechef Rodolphe Hajkal zu einem Besuch in Pakistan auf, das im Iran-Krieg vermittelt.

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Die israelische Armee erklärte, dass die Angriffe auf Hisbollah-Ziele Waffenlagern, Kommandozentralen und Raketenabschussvorrichtungen der Miliz gegolten hätten. Zuvor hatte die Armee die Bewohner von fünf Dörfern im Süden und Osten des Libanon zur Evakuierung aufgefordert. Sie sollten sich demnach in die Region nördlich des Flusses Sahrani in Sicherheit bringen.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei feuert die Hisbollah seither immer wieder Raketen und Sprengstoffdrohnen auf Israel ab. Israel fliegt seinerseits Luftangriffe auf Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.

Israel und die libanesische Regierung hatten sich am Mittwoch bei Gesprächen in Washington auf die "Umsetzung einer Waffenruhe" geeinigt. Es sollten dabei bestimmte "Testgebiete" unter "exklusiver Kontrolle" der libanesischen Armee geschaffen werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Beide Seiten schränkten allerdings ein, dass die Umsetzung von der Einstellung der Angriffe der Hisbollah abhänge. Die vom Iran unterstützte Miliz hatte bereits die vorherigen Waffenruhe-Vereinbarungen mit Israel abgelehnt, sie lehnt auch die neue Einigung ab.

Der Iran, der die Hisbollah politisch und finanziell unterstützt, besteht wiederum darauf, den Libanon in ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Krieges einzubeziehen. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte sich jedoch deutlich dagegen gewandt - er forderte den Iran am Freitag auf, sich nicht in sein Land einzumischen.

"Sie nutzen den Libanon als Druckmittel in ihren Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Das ist inakzeptabel", sagte Aoun in einem Interview mit dem Sender CNN, wobei er sich auf die Führung im Iran bezog.

Derweil gab Israels Armee am Samstag den Tod zweier ihrer Soldaten bekannt, die im Süden des Libanon im Einsatz gewesen seien. Auch die libanesische Armee teilte mit, drei ihrer Soldaten seien am Samstag beim Beschuss eines Militärfahrzeugs zwischen Chardali and Nabatijeh im Süden des Landes getötet worden.

Israels Streitkräfte erklärten, das angegriffene Fahrzeug habe sich "verdächtig bewegt" in einer "aktiven Kampfzone". Die Angriffe im Libanon richteten sich gegen die "Terrororganisation Hisbollah", betonte die Armee. Zugleich kündigte sie an, den Vorfall zu prüfen.

Libanons Präsident Aoun verurteilte den Angriff als "eklatante Verletzung der libanesischen Souveränität". Libanons Regierungschef Nawaf Salam bezeichnete den Angriff als "ein abscheuliches Verbrechen und einen Angriff auf den Libanon und das gesamte libanesische Volk".

Libanesische Staatsmedien berichteten, die israelische Armee habe mehrere Angriffe im Süden und Osten des Libanon ausgeführt. Das Hiram-Krankenhaus in der Stadt Tyrus teilte mit, eine Krankenschwester sei auf dem Weg zur Arbeit durch einen Angriff getötet worden. Später erklärte das libanesische Gesundheitsministerium, dass bei einem israelischen Angriff auf Saksakijeh im Süden des Landes zwei Frauen getötet und 22 Menschen verletzt worden seien.

Die mit dem Iran verbündete Hisbollah erklärte unterdessen, sie habe israelische Soldaten im Süden des Libanon angegriffen sowie einen Artillerieposten auf der israelischen Seite der Grenze attackiert.

Libanons Armeechef reiste derweil auf Einladung seines pakistanischen Kollegen Asim Munir nach Pakistan, wie die libanesische Armee am Samstag mitteilte. Der Besuch steht im Zusammenhang mit Pakistans Vermittlerrolle zur Beendigung des Iran-Kriegs, wie die Nachrichtenagentur AFP aus einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle erfuhr. Der Libanon spiele "eine entscheidende Rolle in den Verhandlungen". Munir ist Pakistans Chefvermittler in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete zudem, dass sich der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi im Iran aufhalte. Er solle dort Außenminister Abbas Araghtschi und weitere ranghohe Vertreter des Iran treffen.

S.Urciuoli--PV

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