Pallade Veneta - Honduras hebt Höchststrafe für Femizide auf 60 Jahre an

Honduras hebt Höchststrafe für Femizide auf 60 Jahre an


Honduras hebt Höchststrafe für Femizide auf 60 Jahre an
Honduras hebt Höchststrafe für Femizide auf 60 Jahre an / Foto: Orlando SIERRA - AFP/Archiv

Honduras hat die Höchststrafe für sogenannte Femizide auf 60 Jahre angehoben. Diese Strafe könne in Fällen von "geschlechtsbasierter Gewalt oder Entführungen, die zum Tod des Opfers führen" verhängt werden, erklärte das Parlament am Montag (Ortszeit). Eine Tötung gilt als Femizid, wenn eine Frau wegen ihres Geschlechts umgebracht wird, etwa aus Besitzdenken des Täters. Honduras hatte 2024 mit 3,1 Fällen je 100.000 Einwohner die höchste Rate derartiger Delikte in Lateinamerika.

Textgröße ändern:

"Einem Kriminellen, der Gewalt gegen eine Frau verübt, muss ganz klar bewusst sein, dass er die volle Härte des Gesetzes spüren wird, wenn er sie tötet", sagte Parlamentspräsident Tomas Zambrano. Das Parlament gab zudem grünes Licht für die Schaffung von ausschließlich aus Frauen bestehenden Justizbehörden, die Femizide verhindern sollen.

Eine Erhöhung der Strafen löse das Problem der Femizide nicht, sagte die Leiterin des Zentrums für Frauenrechte, Regina Fonseca. Vielmehr müssten derartige Tagen verhindert werden. Bisher blieben 90 Prozent der Femizide in Honduras ungesühnt, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. "Solange ein Gesetz die Strafe für Taten erhöht, die nur selten vor Gericht kommen, ist es für uns nutzlos."

2025 wurden in dem elf Millionen Einwohner zählenden Land laut der Nationalen Autonomen Universität von Honduras 262 Femizide verzeichnet, feministischen Organisationen zufolge waren es seit Beginn dieses Jahres bislang 116.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

USS Theodore Roosevelt trifft in Singapur ein

Der US-Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt hat Singapur erreicht und hält dort für einige Tage an. Nach dem Durchfahren der Malakka-Straße soll das Schiff in den Operationsbereich des US Central Command vorstoßen, um sich zwei weiteren Trägerstreitgruppen anzuschließen.

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

Die Verbrechen der RAF machen den Staat nicht unfehlbar

50 Jahre Deutscher Herbst: RAF-Expertin Daniela Hillers kündigt drei Bücher für 2027 an und fordert offene Auseinandersetzung mit der RAF-Geschichte.

Алекс Боди назначен вице-президентом группы SCANDIC FINANCE

С 1 ноября 2026 года румынский предприниматель Александру Николае Боди, 41 год, возглавляет восточноевропейское направление подразделения «International Operations & Global Banking Strategy» в SCANDIC FINANCE GROUP. В его подчинении 384 сотрудника. Боди также координирует проекты в сфере недвижимости в Федеративной Республике Германия.

Textgröße ändern: