Pallade Veneta - Klöckner ermahnt Regierung wegen zu später Antworten auf Anfragen

Klöckner ermahnt Regierung wegen zu später Antworten auf Anfragen


Klöckner ermahnt Regierung wegen zu später Antworten auf Anfragen
Klöckner ermahnt Regierung wegen zu später Antworten auf Anfragen / Foto: Tetiana DZHAFAROVA - AFP/Archiv

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat die Bundesregierung wegen zu später Antworten auf Anfragen von Abgeordneten in scharfem Ton ermahnt. Der Bundestag erwarte, dass die Regierung parlamentarische Fragen innerhalb der geltenden Fristen beantworte, zitierte die Funke Mediengruppe am Donnerstag aus einem Schreiben Klöckners an Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU). Die Bundestagspressestelle bestätigte auf Anfrage die Existenz des Schreibens und die darin enthaltene Ermahnung.

Textgröße ändern:

In den vergangenen Wochen und Monaten hätten nicht nur die Fälle zugenommen, in denen mehrfach um Fristverlängerung gebeten worden sei, hieß es in dem Brief laut Funke-Medien weiter. Es seien teilweise zudem einvernehmlich vereinbarte Verlängerungen ohne weitere Anzeigen nicht eingehalten worden, kritisierte Klöckner dem Bericht zufolge. "Ein solches Vorgehen kann ich nicht akzeptieren", mahnte die Bundestagspräsidentin demnach.

"Insbesondere wenn die Fragesteller einer erbetenen Fristverlängerung zustimmen, müssen sie darauf vertrauen dürfen, dass innerhalb der zusätzlich gewährten Frist geantwortet wird", hieß es laut dem Bericht weiter in dem Schreiben das auf Mittwoch dieser Woche datiert sei. Klöckner bat Frei demnach, in den Ministerien noch einmal auf die ordnungsgemäße Beantwortung parlamentarischer Fragen und vor allem die Einhaltung von Fristen hinzuwirken.

Das parlamentarische Fragerecht habe eine "herausgehobene Bedeutung" für die verfassungsmäßig gebotene Kontrolle der Bundesregierung durch das Parlament, erklärte Klöckner demnach. Die Regierung müsse ihrer Antwortpflicht ordnungsgemäß nachkommen.

Den Funke-Medien zufolge hatte Klöckner bereits zuvor die Einhaltung der Antwortfristen angemahnt. Die Versäumnisse der Regierung seien am 21. Mai auch Thema im Bundestag-Ältestenrat gewesen. Vorausgegangen waren Beschwerden der drei Oppositionsfraktionen Linke, Grüne und AfD. Wiederholt negativ aufgefallen sei vor allem das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU), wenn es um die angemessene Beantwortung von parlamentarischen Anfragen gehe.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Weißes Haus verweigert Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump Hausverbot hat das Weiße Haus Ernst gemacht und Journalisten des Nachrichtensenders CNN und zweier weiterer Medien den Zutritt verwehrt. Mitarbeiterinnen von CNN, des Senders MS NOW und des Nachrichtenportals Politico wurden am Samstag an den Zugängen zum Weißen Haus abgewiesen, ihre Zutrittsausweise wurden ihnen abgenommen. Der Verband der White-House-Korrespondenten verurteilte den Schritt als verfassungswidrig.

US-Journalistenverband kritisiert Trumps Hausverbot gegen Reporter scharf

Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten am Samstag. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".

Huthis melden Angriffe auf saudiarabische Hauptstadt und Ölanlagen am Roten Meer

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben "wichtige" Ziele in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sowie Ölanlagen am Roten Meer angegriffen. Huthi-Kämpfer hätten mithilfe "einer großen Anzahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper sowie Drohnen" zwei erfolgreiche Militäreinsätze ausgeführt, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Samstag im Onlinedienst Telegram. Augenzeugen hatten zuvor von Explosionen in Riad sowie von schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens berichtet.

Französische Rechtspopulistin Le Pen spricht sich gegen russische Einflussnahme aus

Gut sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist die Kandidatin des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, auf Distanz zur russischen Regierung gegangen. Diese könne nicht darauf hoffen, durch "Einschüchterung, Drohungen, Destabilisierung oder psychologischen Druck direkt oder indirekt die Politik Frankreichs zu diktieren", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit RN-Parteichef Jordan Bardella.

Textgröße ändern: