Pallade Veneta - Unter Druck stehender Starmer ernennt neuen Verteidigungsminister

Unter Druck stehender Starmer ernennt neuen Verteidigungsminister


Unter Druck stehender Starmer ernennt neuen Verteidigungsminister
Unter Druck stehender Starmer ernennt neuen Verteidigungsminister / Foto: Ben STANSALL - POOL/AFP/Archiv

Der nach dem Rücktritt seines Verteidigungsministers verstärkt unter Druck stehende britische Premierminister Keir Starmer hat rasch einen Amtsnachfolger für John Healey ernannt. Neuer Verteidigungsminister solle Dan Jarvis werden, kündigte Starmer am Donnerstagabend an. Der frühere Armee-Offizier arbeitete zuletzt im Innenministerium.

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Der Rücktritt seines Verteidigungsministers am Donnerstagmittag hatte den ohnehin auch in der eigenen Partei zunehmend kritisierten Starmer zusätzlich geschwächt. Der bisher als loyal zum Premierminister stehende Healey begründete seinen Schritt mit zu wenig Mitteln für den Verteidigungsetat. Er warf Starmer und dem Finanzministerium vor, nicht die nötigen Mittel für sein Ressort bereitgestellt zu haben.

Starmer wies die Vorwürfe zurück. Seine Haushaltspläne würden es den britischen Streitkräften ermöglichen, sich zu modernisieren. "Ich werde stets das Notwendige tun, um die Sicherheit unseres Landes zu gewährleisten", versicherte der Regierungschef.

Die britische Regierung befindet sich seit einigen Wochen in der Krise; Starmer sieht sich nach dem Debakel seiner Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai mit Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen konfrontiert. In einer Woche ist zudem eine Nachwahl geplant, die Starmer womöglich weiter zusetzen könnte.

Bei der Nachwahl am kommenden Donnerstag kandidiert der Labour-Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, für einen Parlamentssitz. Er hat angekündigt, Starmer als Chef der Labour-Partei herauszufordern. Mitte Mai war bereits Gesundheitsminister Wes Streeting zurückgetreten. Auch er hatte seine Absicht bekundet, Starmer das Amt als Partei- und Regierungschef streitig zu machen.

Auch Healey wurde in den vergangenen Wochen als weiterer potenzieller Starmer-Herausforderer gehandelt. Ein Zusammenhang zwischen seinem Rücktritt und möglichen Ambitionen auf den Parteivorsitz wurde von vielen Beobachtern in Großbritannien allerdings als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

T.Galgano--PV

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