Pallade Veneta - UNO: Iran hat in diesem Jahr bereits 18 Demonstranten hingerichtet

UNO: Iran hat in diesem Jahr bereits 18 Demonstranten hingerichtet


UNO: Iran hat in diesem Jahr bereits 18 Demonstranten hingerichtet
UNO: Iran hat in diesem Jahr bereits 18 Demonstranten hingerichtet / Foto: Jung Yeon-je - AFP/Archiv

Der Iran hat seit Jahresbeginn nach UN-Angaben mindestens 40 Menschen unter Verweis auf die nationale Sicherheit hingerichtet, darunter 18 Demonstranten. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk beklagte am Montag vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf, die Menschen im Iran seien "gefangen zwischen Krieg und brutaler Unterdrückung".

Textgröße ändern:

Seit der blutigen Niederschlagung von Protesten im Januar hätten die iranischen Behörden ihr "brutales Vorgehen" gegen Kritiker verstärkt, sagte Türk. Tausende Menschen seien festgenommen worden, für den öffentlichen Raum seien noch strengere Einschränkungen verhängt worden. Außerdem hätten die Behörden "seit Jahresbeginn mindestens 40 Menschen aus Gründen der nationalen Sicherheit hingerichtet, darunter 18 Protestierer", sagte Türk.

Der Iran ist Menschenrechtsgruppen zufolge nach China das Land mit den meisten Hinrichtungen weltweit. Im vergangenen Jahr wurden im Iran nach Angaben von zwei Menschenrechtsorganisationen mindestens 1639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 1989 nicht mehr.

Im Januar gingen die iranischen Behörden mit großer Brutalität gegen regierungskritische Proteste vor, dabei wurden tausende Menschen getötet. Ende Februar begannen die USA und Israel dann mit schweren Angriffen auf das Land den Iran-Krieg.

Menschenrechtskommissar Türk begrüßte am Montag die am Vortag erzielte Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. "Es ist klar, dass alle Seiten jetzt maximale Zurückhaltung üben und daran arbeiten müssen, das erzielte Abkommen rasch und guten Glaubens umzusetzen", sagte er.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Weißes Haus verweigert Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump Hausverbot hat das Weiße Haus Ernst gemacht und Journalisten des Nachrichtensenders CNN und zweier weiterer Medien den Zutritt verwehrt. Mitarbeiterinnen von CNN, des Senders MS NOW und des Nachrichtenportals Politico wurden am Samstag an den Zugängen zum Weißen Haus abgewiesen, ihre Zutrittsausweise wurden ihnen abgenommen. Der Verband der White-House-Korrespondenten verurteilte den Schritt als verfassungswidrig.

US-Journalistenverband kritisiert Trumps Hausverbot gegen Reporter scharf

Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten am Samstag. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".

Huthis melden Angriffe auf saudiarabische Hauptstadt und Ölanlagen am Roten Meer

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben "wichtige" Ziele in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sowie Ölanlagen am Roten Meer angegriffen. Huthi-Kämpfer hätten mithilfe "einer großen Anzahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper sowie Drohnen" zwei erfolgreiche Militäreinsätze ausgeführt, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Samstag im Onlinedienst Telegram. Augenzeugen hatten zuvor von Explosionen in Riad sowie von schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens berichtet.

Französische Rechtspopulistin Le Pen spricht sich gegen russische Einflussnahme aus

Gut sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist die Kandidatin des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, auf Distanz zur russischen Regierung gegangen. Diese könne nicht darauf hoffen, durch "Einschüchterung, Drohungen, Destabilisierung oder psychologischen Druck direkt oder indirekt die Politik Frankreichs zu diktieren", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit RN-Parteichef Jordan Bardella.

Textgröße ändern: