Pallade Veneta - Reeder: Normaler Schiffsverkehr durch Straße von Hormus dürfte noch dauern

Reeder: Normaler Schiffsverkehr durch Straße von Hormus dürfte noch dauern


Reeder: Normaler Schiffsverkehr durch Straße von Hormus dürfte noch dauern
Reeder: Normaler Schiffsverkehr durch Straße von Hormus dürfte noch dauern / Foto: - - AFP/Archiv

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) erwartet nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Kriegs keine sofortige Rückkehr zum normalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Der Verband begrüßte die Unterzeichnung am Donnerstag als "wichtigen ersten Schritt". Entscheidend werde nun sein, "dass Risiken für die Schifffahrt, insbesondere mögliche Minengefahren, in den kommenden Wochen beseitigt werden und die Sicherheit von Seeleuten und Schiffen dauerhaft gewährleistet ist", schränkte VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger ein.

Textgröße ändern:

Zudem könnten die zahlreichen, im Persischen Golf verbliebenen Handelsschiffe nicht alle gleichzeitig die Region verlassen, erklärte der Verband. Es brauche eine enge internationale Abstimmung, um die "schrittweise und sichere Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs" zu organisieren. "Eine sofortige Rückkehr zum regulären Betrieb ist derzeit nicht zu erwarten", fuhr der VDR fort. Dem Verband zufolge sitzen derzeit rund 45 Schiffe deutscher Unternehmen in der Region fest.

Am Mittwochabend hatten die Präsidenten des Iran und der USA, Massud Peseschkian und Donald Trump, separat ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs unterzeichnet, den die USA und Israel Ende Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen hatten. In einer 60-tägigen Verhandlungsperiode sollen nun schwierige Fragen für das endgültige Friedensabkommen geklärt werden.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf bekräftigte am Mittwochabend in einem Interview im Staatsfernsehen seinen Willen, in dem endgültigen Abkommen Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus festzuschreiben. Sein Land werde "nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren", sagte Ghalibaf.

"Für die Schifffahrt bleibt entscheidend, dass die freie und ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus dauerhaft wiederhergestellt wird", erklärte der VDR. Der Verband hatte schon in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die Straße von Hormus eine internationale Wasserstraße sei und das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen dort die "freie und ungehinderte Transitdurchfahrt" garantiere. Das müsse auch "künftig uneingeschränkt gelten".

D.Bruno--PV

Empfohlen

US-Journalistenverband kritisiert Trumps Hausverbot gegen Reporter scharf

Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten am Samstag. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".

Huthis melden Angriffe auf saudiarabische Hauptstadt und Ölanlagen am Roten Meer

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben "wichtige" Ziele in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sowie Ölanlagen am Roten Meer angegriffen. Huthi-Kämpfer hätten mithilfe "einer großen Anzahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper sowie Drohnen" zwei erfolgreiche Militäreinsätze ausgeführt, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Samstag im Onlinedienst Telegram. Augenzeugen hatten zuvor von Explosionen in Riad sowie von schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens berichtet.

Französische Rechtspopulistin Le Pen spricht sich gegen russische Einflussnahme aus

Gut sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist die Kandidatin des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, auf Distanz zur russischen Regierung gegangen. Diese könne nicht darauf hoffen, durch "Einschüchterung, Drohungen, Destabilisierung oder psychologischen Druck direkt oder indirekt die Politik Frankreichs zu diktieren", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit RN-Parteichef Jordan Bardella.

Weißes Haus verwehrt Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump gegen sie verhängten Hausverbot hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie des Nachrichten-Portals Politico am Samstag den Zutritt verwehrt. Die betroffenen Medien verurteilten Trumps Schritt als Verletzung der US-Verfassung und kündigten an, weiterhin über die Regierung zu berichten.

Textgröße ändern: