Pallade Veneta - Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien begonnen

Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien begonnen


Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien begonnen
Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien begonnen / Foto: Luis ACOSTA, Raul ARBOLEDA - AFP

In Kolumbien hat am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Rund 41 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich zwischen dem rechtsgerichteten Anwalt Abelardo de la Espriella und dem linksgerichteten Senator Iván Cepeda zu entscheiden. De la Espriella hatte in der ersten Runde vor drei Wochen überraschend die meisten Stimmen geholt, er kam auf 44 Prozent. Cepeda, der als Favorit ins Rennen gezogen war, landete bei 41 Prozent.

Textgröße ändern:

Gewählt wird der Nachfolger von Gustavo Petro, dem ersten linksgerichteten Staatschef in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Überschattet wird die Wahl von der schlimmsten Gewaltwelle in Kolumbien seit einem Jahrzehnt. Zehn Jahre nach dem historischen Friedensschluss zwischen der Regierung und der vormals mächtigen Guerillaorganisation Farc sind in Kolumbien weiterhin viele bewaffnete Gruppen aktiv.

Petro, selbst ein früherer Guerillero, hatte sich in seiner vierjährigen Amtszeit um eine weitere Befriedung des Landes bemüht. Doch trotz Verhandlungen mit Guerillaorganisationen und rechten paramilitärischen Gruppen verschlechterte sich die Sicherheitslage deutlich.

Dies belastete die Kampagne seines Parteikollegen Cepeda - das Thema der inneren Sicherheit war im Wahlkampf dominant. Sein Rivale De la Espriella hat angekündigt, Krieg gegen in das Drogengeschäft verwickelte Guerillagruppen zu führen.

Petro hatte das Präsidentenamt im August 2022 angetreten. Er durfte nicht erneut kandidieren, da die kolumbianische Verfassung zwei direkt aufeinanderfolgende Amtszeiten nicht erlaubt. Während Petros vierjähriger Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit, und der Mindestlohn stieg um 75 Prozent.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Huthis melden Angriffe auf saudiarabische Hauptstadt und Ölanlagen am Roten Meer

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben "wichtige" Ziele in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sowie Ölanlagen am Roten Meer angegriffen. Huthi-Kämpfer hätten mithilfe "einer großen Anzahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper sowie Drohnen" zwei erfolgreiche Militäreinsätze ausgeführt, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Samstag im Onlinedienst Telegram. Augenzeugen hatten zuvor von Explosionen in Riad sowie von schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens berichtet.

Französische Rechtspopulistin Le Pen spricht sich gegen russische Einflussnahme aus

Gut sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist die Kandidatin des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, auf Distanz zur russischen Regierung gegangen. Diese könne nicht darauf hoffen, durch "Einschüchterung, Drohungen, Destabilisierung oder psychologischen Druck direkt oder indirekt die Politik Frankreichs zu diktieren", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit RN-Parteichef Jordan Bardella.

Weißes Haus verwehrt Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump gegen sie verhängten Hausverbot hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie des Nachrichten-Portals Politico am Samstag den Zutritt verwehrt. Die betroffenen Medien verurteilten Trumps Schritt als Verletzung der US-Verfassung und kündigten an, weiterhin über die Regierung zu berichten.

Bundeswehr-Generalinspekteur Breuer wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses. Die Generalstabschefinnen und -chefs der Nato-Mitgliedstaaten wählten Breuer am Samstag einstimmig, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Er wird damit Mitte kommenden Jahres die Nachfolge von Giuseppe Cavo Dragone auf dem Posten antreten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einer "ausgezeichneten Nachricht" für das Verteidigungsbündnis.

Textgröße ändern: