Pallade Veneta - Frankreich bringt zum fünften Mal Öltanker der russischen Schattenflotte auf

Frankreich bringt zum fünften Mal Öltanker der russischen Schattenflotte auf


Frankreich bringt zum fünften Mal Öltanker der russischen Schattenflotte auf
Frankreich bringt zum fünften Mal Öltanker der russischen Schattenflotte auf / Foto: FRED TANNEAU - AFP/Archiv

Die französische Marine hat im Mittelmeer zum fünften Mal einen aus Russland kommenden Öltanker festgesetzt. "Wir lassen es nicht zu, dass die Schattenflotte die Sanktionen umgeht und den russischen Krieg finanziert", schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag im Onlinedienst X. Er postete dazu ein kurzes Video, auf dem ein Hubschrauber über dem Schiffsdeck zu sehen ist sowie mehrere Soldaten, die mit vorgehaltener Waffe in das Innere des Schiffes eindringen. Das Video ist untermalt mit Musik und dem Text "No, not today, walk away" (Nein, heute nicht, geh weg).

Textgröße ändern:

Der Öltanker "Deliver" war nach Angaben der Mittelmeer-Präfektur in Toulon unter falscher kamerunischer Flagge in der Nähe von Sizilien unterwegs und kam aus dem russischen Primorsk. Das UN-Seerechtsübereinkommen erlaube das Aufbringen von Schiffen, wenn Verdacht auf falsche Beflaggung besteht, betonte die Behörde.

Die Prüfung der Dokumente habe Zweifel an der Rechtmäßigkeit der geführten Flagge bestätigt, erklärte die Präfektur. Sie erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Marseille, welche das Umleiten des Schiffes anordnete. Die französische Marine begleitet den Frachter derzeit zu einem Ankerplatz.

Die "Deliver" sei in Zusammenarbeit mit britischen Verbündeten und mit der europäischen Mission Eunavfor Med Irini aufgehalten worden. Der Eunavfor-Einsatz, an dem auch die Bundeswehr beteiligt ist, soll in erster Linie das UN-Waffenembargo gegen Libyen durchsetzen.

Der Tanker steht unter Verdacht, unter Umgehung der internationalen Sanktionen russisches Öl zu transportieren. Frankreich hatte zuvor bereits vier Schiffe der russischen Schattenflotte festgesetzt. Zwei von ihnen wurden zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt.

Mit den oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen dieser Flotte umgeht Russland nach Überzeugung westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte. Nach französischen Angaben zählen 800 bis 1000 Schiffe zur Schattenflotte.

"Europa ist entschlossen. Es wird alle Anstrengungen fortsetzen, um die Kriegskosten für Russland zu erhöhen und einen robusten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu ermöglichen", hob Macron hervor.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

USS Theodore Roosevelt trifft in Singapur ein

Der US-Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt hat Singapur erreicht und hält dort für einige Tage an. Nach dem Durchfahren der Malakka-Straße soll das Schiff in den Operationsbereich des US Central Command vorstoßen, um sich zwei weiteren Trägerstreitgruppen anzuschließen.

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

Die Verbrechen der RAF machen den Staat nicht unfehlbar

50 Jahre Deutscher Herbst: RAF-Expertin Daniela Hillers kündigt drei Bücher für 2027 an und fordert offene Auseinandersetzung mit der RAF-Geschichte.

Алекс Боди назначен вице-президентом группы SCANDIC FINANCE

С 1 ноября 2026 года румынский предприниматель Александру Николае Боди, 41 год, возглавляет восточноевропейское направление подразделения «International Operations & Global Banking Strategy» в SCANDIC FINANCE GROUP. В его подчинении 384 сотрудника. Боди также координирует проекты в сфере недвижимости в Федеративной Республике Германия.

Textgröße ändern: