Pallade Veneta - Nach ukrainischen Angriffen: Kreml-Chef Putin räumt "Probleme" ein

Nach ukrainischen Angriffen: Kreml-Chef Putin räumt "Probleme" ein


Nach ukrainischen Angriffen: Kreml-Chef Putin räumt "Probleme" ein
Nach ukrainischen Angriffen: Kreml-Chef Putin räumt "Probleme" ein / Foto: Gavriil Grigorov - POOL/AFP

Angesichts verstärkter ukrainischer Angriffe hat Russlands Präsident Wladimir Putin "Probleme" eingeräumt. In einem am Sonntag vom Kreml veröffentlichten Interview mit einem russischen Journalisten sprach er zudem von einer "gewissen" Treibstoffknappheit. Putin sagte ferner, er rechne mit weiteren Besuchen der US-Unterhändler in Moskau, um über den Ukraine-Konflikt zu verhandeln.

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"Was Angriffe auf die kritische Infrastruktur im Allgemeinen und die Energieinfrastruktur im Besonderen betrifft, so verursachen diese Angriffe auf unsere Infrastruktureinrichtungen natürlich Probleme, das ist offensichtlich", sagte Putin. "Im Moment beobachten wir einen gewissen Mangel, aber er ist nicht kritisch."

Die Hauptaufgabe bestehe jetzt darin, die russischen Flugabwehrkapazitäten zu erhöhen und die Treibstoffversorgung sicherzustellen, insbesondere für die Krim, sagte Putin in dem Interview mit dem russischen Journalisten Pawel Sarubin. Auf das Interview beriefen sich russische Nachrichtenagenturen, die vollständige Fassung wurde auf dem Telegram-Kanal des Journalisten veröffentlicht.

Wenige Stunden vor dem Interview hielt Putin eine Rede auf dem Parteitag seiner Partei Geeintes Russland und sprach ebenfalls von "Problemen", derer sich die Führung bewusst sei. "Wir werden ohne Zweifel alle Herausforderungen bewältigen, mit denen wir heute konfrontiert sind, einschließlich terroristischer Angriffe auf unser Territorium und auf Infrastruktur-Einrichtungen", sagte er. "Wir werden die Sicherheit sowohl des Landes als auch unserer Bürger gewährleisten, wie auch die Unverletzlichkeit von Russlands Grenzen."

In dem seit mehr als vier Jahre andauernden Krieg mit der Ukraine überzieht Russland das Nachbarland nahezu täglich mit Luftangriffen. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihrerseits ihre Luftangriffe auf Ziele innerhalb Russlands ausgeweitet. Dabei greift die ukrainische Armee nach Angaben Kiews neben militärischen Einrichtungen vor allem die russische Öl- und Energieinfrastruktur an.

Wenige Stunden vor Putins Rede hatte eine ukrainische Drohne einen Brand in einer Raffinerie in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff als Teil der "Operationen, die Russlands Fähigkeit, diesen Krieg zu führen, schwächen". Die getroffene Ölraffinerie sei 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Am Freitag hatten die Behörden auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel wegen Treibstoffengpässen und Stromabschaltungen infolge ukrainischer Angriffe den Ausnahmezustand erklärt.

Zu den Ukraine-Verhandlungen äußerte sich Putin gegenüber dem Journalisten in einer Interview-Passage, die nicht vom Kreml veröffentlicht wurde. "Wir warten, sobald alle Ereignisse abgeschlossen sind und die heiße Phase in der Iran-Frage beendet ist, auf den Besuch jener Vertreter der US-Regierung, die wir bereits mehrfach in Moskau getroffen haben", sagte der Präsident laut russischen Nachrichtenagenturen und dem Telegram-Kanal des Journalisten. "Wir sind bereit, die Verhandlungen fortzusetzen, und alle Details zu besprechen."

Damit antwortete Putin auf eine Frage zum Stand der US-russischen Beziehungen nach dem G7-Gipfel vor zwei Wochen in Frankreich, bei dem US-Präsident Donald Trump gesagt hatte, Russland solle "ein Abkommen mit der Ukraine schließen". Am Mittwoch hatte Trump gesagt, der ukrainische Präsident schlage sich gut im Krieg gegen Russland, nachdem er zuvor mehrfach erklärt hatte, ihm fehlten die "Karten", um zu gewinnen.

T.Galgano--PV

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