Pallade Veneta - Nach Warnung von Selenskyj vor Großangriff: Massive russische Attacken auf Kiew

Nach Warnung von Selenskyj vor Großangriff: Massive russische Attacken auf Kiew


Nach Warnung von Selenskyj vor Großangriff: Massive russische Attacken auf Kiew
Nach Warnung von Selenskyj vor Großangriff: Massive russische Attacken auf Kiew / Foto: Roman PILIPEY - AFP

Nur wenige Stunden nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem bevorstehenden russischen "Großangriff" auf sein Land ist die Hauptstadt Kiew massiv unter Beschuss gekommen. In der Nacht zum Donnerstag waren laut dem Bericht von AFP-Korrespondenten mehr als ein dutzend Explosionen zu hören. "Kiew steht unter Beschuss durch ballistische Raketen und Drohnen", erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko.

Textgröße ändern:

Bei den Angriffen wurden nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und mehr als dutzend weitere verletzt. "Die ganze Stadt" werde von Russland angegriffen, schrieb Klitschko im Onlinedienst Telegram. Er rief die Einwohner auf, in Schutzräume zu gehen und vorerst dort zu bleiben.

Laut dem Bericht der AFP-Korrespondenten rannten Erwachsene und Kinder in U-Bahn-Stationen, manche von ihnen hatten ihre Haustiere dabei. Immer wieder ertönte Luftalarm. Im Zentrum der Stadt brach mindestens ein Feuer aus. Feuerwehr und Krankenwagen rasten unter einer dicken Rauchwolke zum Ort der Explosion.

Auch Ziele rings um Kiew griff die russische Armee an. "In der Nacht verübte der Feind erneut einen massiven Angriff auf die Region Kiew unter Einsatz von Kampfdrohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern", erklärte der Gouverneur der Hauptstadtregion, Mykola Kalaschnyk. In Lagerhäusern und einen Wohnhaus im Bezirk Butscha seien Brände ausgebrochen. Andernorts seien Wohnhäuser, ein Studentenwohnheim und Fahrzeuge beschädigt worden.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren nahezu in jeder Nacht mit Raketen- und Drohnenangriffen. Selenskyj hatte am Mittwoch unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse gewarnt, dass offenbar ein neuer "Großangriff" bevorstehe. Er reiste deshalb in großer Eile von einem Besuch in Irland Richtung Heimat ab.

"Ich fordere unsere Bevölkerung auf, besonders vorsichtig zu sein und sich selbst, ihre Kinder und natürlich ihre Familien zu schützen; Schutzräume aufzusuchen und Luftalarm-Warnungen in der Ukraine zu beachten - das ist sehr wichtig", sagte Selenskyj auf einer Pressekonferenz. Der russische Präsident Wladimir Putin bereite "diesen Großangriff gegen die Ukraine schon seit geraumer Zeit vor".

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Weißes Haus verwehrt Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump gegen sie verhängten Hausverbot hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie des Nachrichten-Portals Politico am Samstag den Zutritt verwehrt. Die betroffenen Medien verurteilten Trumps Schritt als Verletzung der US-Verfassung und kündigten an, weiterhin über die Regierung zu berichten.

Bundeswehr-Generalinspekteur Breuer wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses. Die Generalstabschefinnen und -chefs der Nato-Mitgliedstaaten wählten Breuer am Samstag einstimmig, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Er wird damit Mitte kommenden Jahres die Nachfolge von Giuseppe Cavo Dragone auf dem Posten antreten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einer "ausgezeichneten Nachricht" für das Verteidigungsbündnis.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Rechtsradikalen in Den Haag

Im niederländischen Den Haag ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und hunderten Rechtsradikalen gekommen. Trotz eines Verbots zogen am Samstag rund 500 Demonstranten durch das Stadtzentrum, skandierten antisemitische Parolen und attackierten die Beamten mit Feuerwerk und Wurfgeschossen. Es gab mehrere Festnahmen, die Polizei setzte Schlagstöcke und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.

US-Abkommen mit Dänemark zu Grönland wird von jeder Seite als Erfolg verbucht

Die Einigung zwischen den USA und Dänemark zur Sicherheit Grönlands hat jede Seite für sich als Erfolg verbucht. Die Vereinbarung sei "gut für die Nato und für Europa", erklärte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen am späten Freitagabend. US-Präsident Donald Trump betonte seinerseits, die Vereinbarung über die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel übertrage die "dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland" an Washington. Um die Zukunft Grönlands hatte es lange ein erbittertes Ringen mit Drohungen von Trumps Seite gegeben.

Textgröße ändern: