Pallade Veneta - Brandanschlag auf linke Projekte im brandenburgischen Cottbus

Brandanschlag auf linke Projekte im brandenburgischen Cottbus


Brandanschlag auf linke Projekte im brandenburgischen Cottbus
Brandanschlag auf linke Projekte im brandenburgischen Cottbus / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

In Cottbus in Brandenburg sind offenbar Brandanschläge auf ein linkes Wohnprojekt und einen Jugendclub verübt worden. Unbekannte warfen in der Nacht zu Donnerstag mehrere Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit gegen die Fassade des Gebäudes, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben des Cottbuser Oberbürgermeisters Tobias Schick (SPD) wurde auch ein Jugendklub angegriffen. Verletzt wurde niemand.

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Ein Kleinbrand, der durch den Anschlag entstand, wurde nach Polizeiangaben gelöscht. Weil sich zur Tatzeit Menschen in dem Wohnprojekt aufhielten, werde wegen versuchten Mordes ermittelt, hieß es. Da es sich um ein "alternatives Szeneobjekt" handele, habe sich der Staatsschutz eingeschaltet.

Die Ereignisse machten ihn "fassungslos und entsetzt", erklärte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Die Tatverdächtigen kämen vermutlich aus dem rechtsextremistischen Spektrum. Die Landesregierung werde weiterhin "klare Kante" gegen rechte Gewalt zeigen.

Auch Innenminister Jan Redmann (CDU) verurteilte die Anschläge. "Rechtsextremisten verätzen das Zusammenleben", erklärte er. "Wer Molotow-Cocktails schmeißt, nimmt Opfer in Kauf."

Es komme offenbar nicht von ungefähr, dass der Anschlag während der CSD-Wochen verübt wurde, teilte Oberbürgermeister Schick mit. Die Gesellschaft müsse sich endlich zum Umgang mit mutmaßlich minderjährigen Straftätern verständigen, aber auch dazu, wie verhindert werden könne, dass sie überhaupt zu Straftätern würden. "Hier sind Familien, Lehrer, Sozialarbeiter und letztlich alle gefordert."

B.Fortunato--PV

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