Pallade Veneta - Zahl antisemitischer Straftaten in Berlin gestiegen

Zahl antisemitischer Straftaten in Berlin gestiegen


Zahl antisemitischer Straftaten in Berlin gestiegen
Zahl antisemitischer Straftaten in Berlin gestiegen / Foto: GABRIEL BOUYS - AFP/Archiv

Die Zahl antisemitischer Straftaten in Berlin ist gestiegen. 2025 leiteten die Ermittlungsbehörden 820 Verfahren ein, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Freitag mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es noch 756 Verfahren mit antisemitischem Hintergrund gewesen. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 werden Straftaten in diesem Zusammenhang gesondert ausgewertet.

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Im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt verzeichneten die Behörden im Jahr 2023 ab dem 7. Oktober bereits 158 Verfahren. 2024 waren es insgesamt 4069. Bis Ende 2025 wurden 2450 Fälle registriert, wodurch seit dem 7. Oktober 2023 insgesamt 6677 Verfahren eingeleitet wurden. Erfasst wurden dabei Fälle mit antisemitischem Motiv, aber auch sonstige Fälle im Kontext der Geschehnisse, wie zum Beispiel Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Gründe für die im Vergleich zu 2024 niedrigeren Zahlen bei Verfahren im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt seien der fragile Waffenstillstand in Nahost und die weniger werdenden Demonstrationen. Zudem habe die konsequente Verfolgung strafbarer antisemitischer Parolen an Bekanntheit gewonnen.

"Vorfälle mit antisemitischem Hintergrund bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau", erklärte die Antisemitismusbeauftragte der Generalstaatsanwaltschaft, Jana Berthold. Taten wie der Messerangriff am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte im Februar 2025 träfen nicht nur die unmittelbaren Betroffenen, sondern verunsicherten die jüdische Gemeinschaft insgesamt. Das konsequente Vorgehen der Behörden gegen antisemitische Straftaten bleibe ein zentrales Anliegen.

E.Magrini--PV

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