Pallade Veneta - AfD-Parteitag eröffnet - Chrupalla: Partei steht bereit zum Regieren

AfD-Parteitag eröffnet - Chrupalla: Partei steht bereit zum Regieren


AfD-Parteitag eröffnet - Chrupalla: Partei steht bereit zum Regieren
AfD-Parteitag eröffnet - Chrupalla: Partei steht bereit zum Regieren / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Die AfD hat sich zum Auftakt ihres Bundesparteitags in Erfurt zur Übernahme von Regierungsverantwortung bereit erklärt. "Wir werden gewinnen", sagte der Kovorsitzende Tino Chrupalla am Samstag bei der Begrüßung der Delegierten. "Vielleicht können wir bald schon allein regieren", fügte er mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland hinzu. "Das wäre das richtige Zeichen an die Demokratieverächter, die da draußen unseren Parteitag verhindern wollten."

Textgröße ändern:

Der Auftakt des Parteitags war von massiven Gegenprotesten begleitet. Das sich als antifaschistisch verstehende Bündnis "Widersetzen" hatte sich zum Ziel gesetzt, den Parteitag durch Blockaden komplett zu verhindern. Die ersten Delegierten waren aber bereits in der Nacht vor Beginn der Straßenblockaden in Bussen zum Tagungsort in den Erfurter Messehallen gekommen. Der Parteitag konnte pünktlich eröffnet werden.

Chrupalla warf den Demonstrierenden vor, "gegen die demokratische Willensbildung" zu protestierten. "Sie glauben im Alleinbesitz der Demokratie zu sein. Diesen Demonstranten sage ich: Diese Demokratie ist genauso unsere Demokratie wie eure." Parteitage abzuhalten sei ein "verbrieftes Recht", sagte Chrupalla weiter. "Diese Chaoten sind das letzte Aufgebot unserer parteipolitischen Konkurrenz."

Die in Umfragen erstarkte AfD wolle sich als einigende Kraft präsentieren, sagte Chrupalla. "Wir stehen für Einigkeit, nicht für Spaltung." Das Ziel der AfD sei, "dass in Deutschland alle gemeinsam 'Wir' sagen können." Die anderen Parteien müssten es akzeptieren, wenn die AfD Wahlen gewinne. "Das ist das Schöne an der Demokratie, das ist der Wählerwillen", sagte Chrupalla. "Wahlen sind das wahre Fest der Demokratie."

F.Amato--PV

Empfohlen

Bundeswehr-Generalinspekteur Breuer wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses. Die Generalstabschefinnen und -chefs der Nato-Mitgliedstaaten wählten Breuer am Samstag einstimmig, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Er wird damit Mitte kommenden Jahres die Nachfolge von Giuseppe Cavo Dragone auf dem Posten antreten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einer "ausgezeichneten Nachricht" für das Verteidigungsbündnis.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Rechtsradikalen in Den Haag

Im niederländischen Den Haag ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und hunderten Rechtsradikalen gekommen. Trotz eines Verbots zogen am Samstag rund 500 Demonstranten durch das Stadtzentrum, skandierten antisemitische Parolen und attackierten die Beamten mit Feuerwerk und Wurfgeschossen. Es gab mehrere Festnahmen, die Polizei setzte Schlagstöcke und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.

US-Abkommen mit Dänemark zu Grönland wird von jeder Seite als Erfolg verbucht

Die Einigung zwischen den USA und Dänemark zur Sicherheit Grönlands hat jede Seite für sich als Erfolg verbucht. Die Vereinbarung sei "gut für die Nato und für Europa", erklärte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen am späten Freitagabend. US-Präsident Donald Trump betonte seinerseits, die Vereinbarung über die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel übertrage die "dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland" an Washington. Um die Zukunft Grönlands hatte es lange ein erbittertes Ringen mit Drohungen von Trumps Seite gegeben.

Trump setzt neues Sanktionspaket gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat verschärfte Sanktionen gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag ein nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossenes Gesetz, das den Druck auf Russland zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erhöhen soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Trump für das Sanktionspaket, aus Moskau kamen neue Drohungen.

Textgröße ändern: