Pallade Veneta - AfD-Parteitag bestätigt Doppelspitze Weidel-Chrupalla klar im Amt

AfD-Parteitag bestätigt Doppelspitze Weidel-Chrupalla klar im Amt


AfD-Parteitag bestätigt Doppelspitze Weidel-Chrupalla klar im Amt
AfD-Parteitag bestätigt Doppelspitze Weidel-Chrupalla klar im Amt / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Alice Weidel und Tino Chrupalla führen die AfD für zwei weitere Jahre. Der AfD-Bundesparteitag in Erfurt bestätigte die Doppelspitze am Samstag klar im Amt. Weidel erhielt beim geheimen Votum der Delegierten 81,3 Prozent der Stimmen - und damit deutlich mehr als der Ko-Vorsitzende Chrupalla, der auf 70,05 Prozent kam. Zuvor warben beide in kämpferischen Reden um die Stimmen der Delegierten. Weidel erhielt von den Delegierten stehenden Applaus.

Textgröße ändern:

Bei den von der AfD bekanntgegebenen Ergebnissen wurden nur Ja- und Nein-Stimmen gezählt, Enthaltungen wurden in dem Prozentergebnis nicht berücksichtigt. Bei ihrer letzten Wahl auf dem AfD-Parteitag vor zwei Jahren hatte Chrupalla noch mehr Stimmen bekommen als Weidel. Damals kam er auf 82,7 Prozent, Weidel auf 79,8 Prozent. Chrupalla steht seit 2019 an der Spitze der in Teilen rechtsextremen Partei, Weidel seit 2022.

In ihren Reden bekräftigten Weidel und Chrupalla einen Machtanspruch für die in Teilen rechtsextreme Partei. "Wir werden regieren", sagte Chrupalla, der im künftigen Führungsduo als erster Parteisprecher fungiert - "zuerst ein Land, dann im Bund". "Vielleicht können wir bald schon allein regieren", fügte er mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland hinzu.

Der "Übergang von der Opposition zur Regierung werde die Partei "vor riesige Herausforderungen" stellen, sagte Chrupalla. Als Bundessprecher wolle er "die gesamte Partei in diesem Prozess mitnehmen". Sein Motto bleibe dabei Bodenständigkeit. "Wir wollen Brücken bauen und Spaltungen überwinden. Das erreichen wir, indem wir hart und fleißig arbeiten."

"Wir sind die neue Volkspartei in Deutschland", sagte Weidel. Die AfD sei "bereit, Verantwortung zu übernehmen".

Mit der schwarz-roten Bundesregierung ging Weidel hart ins Gericht. "Es ist sehr bitter zu sehen, wie hart arbeitende Steuerzahler, Handwerker, Unternehmer und Familien durch die Politik der etablierten Parteien in wirtschaftliche Existenznöte getrieben werden." Am Kabinettstisch und im Kanzleramt hätten "diese Menschen keine Stimme mehr."

Mit Blick auf das zu Beginn der Woche von Union und SPD angekündigte Reformpaket sprach Weidel von einer "Missachtung des deutschen Steuerzahlers und der Beitragszahler". Deutlicher könne eine Regierung nicht machen, "wie überfordert sie mit der Aufgabe ist, Deutschland zu führen". Viele Menschen im Land blickten mit Sorge in die Zukunft.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Bundeswehr-Generalinspekteur Breuer wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses. Die Generalstabschefinnen und -chefs der Nato-Mitgliedstaaten wählten Breuer am Samstag einstimmig, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Er wird damit Mitte kommenden Jahres die Nachfolge von Giuseppe Cavo Dragone auf dem Posten antreten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einer "ausgezeichneten Nachricht" für das Verteidigungsbündnis.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Rechtsradikalen in Den Haag

Im niederländischen Den Haag ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und hunderten Rechtsradikalen gekommen. Trotz eines Verbots zogen am Samstag rund 500 Demonstranten durch das Stadtzentrum, skandierten antisemitische Parolen und attackierten die Beamten mit Feuerwerk und Wurfgeschossen. Es gab mehrere Festnahmen, die Polizei setzte Schlagstöcke und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.

US-Abkommen mit Dänemark zu Grönland wird von jeder Seite als Erfolg verbucht

Die Einigung zwischen den USA und Dänemark zur Sicherheit Grönlands hat jede Seite für sich als Erfolg verbucht. Die Vereinbarung sei "gut für die Nato und für Europa", erklärte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen am späten Freitagabend. US-Präsident Donald Trump betonte seinerseits, die Vereinbarung über die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel übertrage die "dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland" an Washington. Um die Zukunft Grönlands hatte es lange ein erbittertes Ringen mit Drohungen von Trumps Seite gegeben.

Trump setzt neues Sanktionspaket gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat verschärfte Sanktionen gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag ein nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossenes Gesetz, das den Druck auf Russland zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erhöhen soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Trump für das Sanktionspaket, aus Moskau kamen neue Drohungen.

Textgröße ändern: