Pallade Veneta - Steinmeier lobt Reformpaket der schwarz-roten Koalition

Steinmeier lobt Reformpaket der schwarz-roten Koalition


Steinmeier lobt Reformpaket der schwarz-roten Koalition
Steinmeier lobt Reformpaket der schwarz-roten Koalition / Foto: Heikki Saukkomaa - Lehtikuva/AFP

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Reformpaket der schwarz-roten Koalition gelobt. "Endlich ist etwas passiert, es ist aus meiner Sicht auch Wichtiges passiert", sagte Steinmeier am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview". Verglichen mit dem Fußball könne man sagen: "Die Koalition habe gerade die reine Defensive verlassen und ist ins Vorwärtsspiel gekommen", fügte das Staatsoberhaupt hinzu.

Textgröße ändern:

"Es könnte sein, dass wir gerade eine neue Phase in der Politik der Koalition erleben. Will sagen: Dass man die Selbstblockade innerhalb der Koalition aufgehoben hat", sagte Steinmeier weiter. Er finde, dass die Bundesregierung ein ansehnliches Paket vorgelegt habe.

"Es ist ja völlig unbestritten, dass etwas geschehen muss", betonte Steinmeier. "Wir haben ja mehrere Jahre ohne wirtschaftliches Wachstum, wir haben Unsicherheiten und Kriege um uns herum", sagte er zur Begründung. Er hoffe, dass die Regierung aus den Reformbeschlüssen nun "auch die Lust an der Gestaltung zurückgewinnt", was notwendig sei, um den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Kritik an mit den Reformen verbundenen Einschnitten äußerte Steinmeier nicht. "Strukturreformen haben nicht in erster Linie zum Ziel, den Menschen mehr Geld in die Tasche zu geben, sondern zunächst mal das Ziel, Leistungssysteme zu stabilisieren", gab er zu bedenken. Allerdings setze dies "Stress in eine Gesellschaft", die lange anderes gewohnt gewesen sei, räumte er ein.

Das zuvor aufgezeichnete Interview wird am Sonntagabend um 19.10 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Der Sender veröffentlichte Ausschnitte des Gesprächs am Nachmittag.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

US-Abkommen mit Dänemark zu Grönland wird von jeder Seite als Erfolg verbucht

Die Einigung zwischen den USA und Dänemark zur Sicherheit Grönlands hat jede Seite für sich als Erfolg verbucht. Die Vereinbarung sei "gut für die Nato und für Europa", erklärte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen am späten Freitagabend. US-Präsident Donald Trump betonte seinerseits, die Vereinbarung über die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel übertrage die "dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland" an Washington. Um die Zukunft Grönlands hatte es lange ein erbittertes Ringen mit Drohungen von Trumps Seite gegeben.

Trump setzt neues Sanktionspaket gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat verschärfte Sanktionen gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag ein nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossenes Gesetz, das den Druck auf Russland zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erhöhen soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Trump für das Sanktionspaket, aus Moskau kamen neue Drohungen.

Parlamentswahl: Russland meldet Cyberangriff auf elektronisches Wahlsystem

Am zweiten Tag der Parlamentswahl in Russland ist das elektronische Wahlsystem in Moskau nach Behördenangaben Ziel eines Cyberangriffs geworden. In der Nacht zu Samstag sei das System in der Hauptstadt "einer massiven und anhaltenden Attacke" ausgesetzt gewesen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Ria die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa. Die Lage sei jedoch "unter Kontrolle", versicherte sie. Die Sicherheit des Systems gewährleiste weiterhin eine elektronische Stimmabgabe.

Entlastung für Verbrennerfahrer: Neuauflage des Tankrabatts sorgt für Kritik

Der Tankrabatt wird neu aufgelegt: Die Bundesregierung hat angekündigt, ab Oktober erneut die Energiesteuer auf Kraftstoffe zu senken. Kurz vor den wichtigen Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am Sonntag sorgt die schwarz-rote Koalition so für Entlastungen für Fahrer von Verbrennerfahrzeugen. Lob dafür kam unter anderem vom Bauernverband und von Speditionen. Umwelt- sowie Verbraucherschützer und auch Marktexperten wie die Monopolkommission sehen die Maßnahmen jedoch kritisch.

Textgröße ändern: