Pallade Veneta - Steinmeier verteidigt hohe Kosten für Schloss Bellevue

Steinmeier verteidigt hohe Kosten für Schloss Bellevue


Steinmeier verteidigt hohe Kosten für Schloss Bellevue
Steinmeier verteidigt hohe Kosten für Schloss Bellevue / Foto: David GANNON - AFP/Archiv

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die hohen Kosten für die Renovierung seines Amtssitzes, des Berliner Schlosses Bellevue verteidigt. Ohne die Sanierung könne das Gebäude "in dieser Form nicht länger als repräsentativer Sitz genutzt werden", sagte Steinmeier am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview". Er wies darauf hin, dass der Bau 250 Jahre alt sei.

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Schloss Bellevue wird derzeit renoviert, laut ZDF für etwa eine Milliarde Euro. Steinmeier wies darauf hin, dass unter anderem mittlerweile die Tragfähigkeit der Decken eingeschränkt sei. Dabei gehe es um ein Gebäude, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundespräsidenten arbeiten.

Steinmeier erinnerte auch daran, dass der Amtssitz in den 1990er Jahren unter unzulässigen Verhältnissen in Betrieb genommen worden sei. "Und das ist das kostentreibende Stück bei dem Gesamtvorhaben", nicht etwa das eigentliche Schloss, gab er zu bedenken.

Der Bundespräsident war wegen der Renovierung am Freitag in einen Ersatz-Amtssitz am Berliner Spreebogen umgezogen. Neben dem Schloss selbst werden auch mehrere Nebengebäude saniert. Anschließend soll die Liegenschaft weitgehend klimaneutral betrieben werden können.

Die klassizistische Dreiflügelanlage war ab 1785 als Sommerresidenz für den preußischen Prinzen August Ferdinand errichtet und seitdem mehrmals umgebaut worden. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in den 1950er Jahren originalgetreu wiederaufgebaut. Vor gut 20 Jahren fanden erneut umfangreiche Sanierungsarbeiten statt.

Steinmeiers Amtszeit endet im Frühjahr 2027. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin dürfte die gesamte fünfjährige Amtszeit in dem Ausweichgebäude verbringen.

A.Rispoli--PV

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