Pallade Veneta - Neue Runde von israelisch-libanesischen Gesprächen in Rom begonnen

Neue Runde von israelisch-libanesischen Gesprächen in Rom begonnen


Neue Runde von israelisch-libanesischen Gesprächen in Rom begonnen
Neue Runde von israelisch-libanesischen Gesprächen in Rom begonnen / Foto: Andreas SOLARO - AFP

Vertreter Israels und des Libanon haben sich in Rom zu einer neuen Runde direkter Friedensgespräche getroffen. Delegationen beider Seiten trafen zum Beginn der zweitägigen Verhandlungen am Dienstagvormittag in der US-Botschaft in der italienischen Hauptstadt ein, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP feststellte. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen zwischen ihnen ebnen soll.

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Teil der Vereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden des Libanon, wo die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz aktiv ist. Zunächst soll das libanesische Militär dabei zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die israelische Armee hat jedoch angekündigt, in einer zehn Kilometer breiten "Sicherheitszone" im Libanon bleiben zu wollen, solange die Hisbollah nicht entwaffnet ist.

Die libanesische Präsidentschaft hatte am Montag mitgeteilt, dass ihre Delegation in Rom angewiesen worden sei, "vor jeglichen weiteren Gesprächen den sofortigen Beginn des Rückzugs der israelischen Streitkräfte aus den beiden Pilotgebieten zu fordern". Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Verhandlungskreisen erfuhr, ist die libanesische Armee "bereit, schrittweise die Kontrolle über die Ortschaften zu übernehmen, aus denen sich die israelische Armee zurückziehen würde".

Eine US-Militärdelegation hatte am Samstag in Beirut Gespräche mit der libanesischen Armee über den Ablauf des israelischen Rückzugs aus einer dieser "Pilotzonen" aufgenommen.

Israel sei "bereit, sich schrittweise zurückzuziehen", erklärte die Analystin Orna Mizrahi vom Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) in Tel Aviv gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Dies sei allerdings unter der Bedingung der Fall, "dass es in den Gebieten, aus denen sich Israel zurückzieht, keine Präsenz der Hisbollah geben wird". Israel wolle zudem sicherstellen, "dass die libanesische Armee in der Lage sein wird, (...) diese Gebiete als neutralisierte Zone und neutralisierten Ort zu erhalten, in den die Hisbollah nicht erneut vordringen kann".

Der Politikwissenschaftler Karim Bitar von der politikwissenschaftlichen Institut Sciences Po in Paris schätzt die Chancen auf einen Durchbruch in Rom als "ziemlich gering" ein. "Was wir stattdessen vielleicht erleben werden, ist eine Art Gelegenheit zu zeigen, dass der Prozess trotz der Hindernisse "noch im Gange ist".

Die vom Iran finanzierte Hisbollah lehnt sowohl ihre Entwaffnung als auch die direkten Gespräche zwischen dem Libanon und Israel vehement ab. Der Iran hatte darauf bestanden, dass ein mit den USA am 17. Juni ausgehandeltes Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges auch den Libanon umfasst. Die direkten Gespräche zwischen dem Libanon und Israel sind der Führung in Teheran ein Dorn im Auge. Zwischen Teheran und Washington kam es mittlerweile zu neuen gegenseitigen Angriffen. Israel und der Libanon befinden sich seit 1948 formell im Kriegszustand.

Z.Ottaviano--PV

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