Pallade Veneta - Hamas wählt Unterhändler Al-Hayya zum neuen Chef der Organisation

Hamas wählt Unterhändler Al-Hayya zum neuen Chef der Organisation


Hamas wählt Unterhändler Al-Hayya zum neuen Chef der Organisation
Hamas wählt Unterhändler Al-Hayya zum neuen Chef der Organisation / Foto: Emmanuel DUNAND - AFP/Archiv

Der bisherige Chefunterhändler der Hamas, Chalil Al-Hayya, ist zum neuen Anführer der radikalislamischen Palästinenserorganisation gewählt worden. Al-Hayya sei mit großer Mehrheit zum Nachfolger des 2024 getöteten Hamas-Chefs Jahja Sinwar bestimmt worden, teilte die Hamas am Montag mit. Der als gemäßigt geltende Al-Hayya hatte in den vergangenen Jahren mehrere israelische Tötungsversuche überlebt, bei denen mehrere seiner Angehörigen starben, zuletzt 2025 in Doha.

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Der 66-Jährige war zuletzt als Verhandler in den indirekten Gesprächen mit Israel aufgetreten, bei denen es um eine Waffenruhe im Gaza-Krieg ging. Al-Hayya studierte Islamwissenschaft in Jordanien und im Sudan und zählt zu den Gründungsmitgliedern der Hamas. Er verbrachte Ende der 90er Jahre drei Jahre in einem israelischen Gefängnis. 2006 wurde er zum Abgeordneten des palästinensischen Parlaments gewählt.

Al-Hayya unterhält nach Angaben aus Hamas-Kreisen gute Beziehungen zur libanesischen Hisbollah- Miliz, zu Katar, Ägypten, Algerien und zum Iran. Er gilt als pragmatisch und konservativ. Bei Palästinensern ist er als Abu Osama bekannt.

Sein Vorgänger Sinwar galt als Drahtzieher des Hamas-Großangriffs auf Israel im Oktober 2023. Seit seinem Tod wurde die Bewegung von einem fünfköpfigen Gremium geleitet. Das Politbüro der Hamas, die in vielen Ländern als Terrororganisation eingestuft ist, will in Kürze in Istanbul zusammenkommen, um die Führungsgremien neu zu strukturieren.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern an dem Tag töteten die Islamisten 1221 Menschen, 251 weitere verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete daraufhin eine Militäroffensive in dem Palästinensergebiet. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach Hamas-Angaben mehr als 70.000 Palästinenser getötet.

F.M.Ferrentino--PV

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