Pallade Veneta - Iran-Krieg: Hegseth schätzt Kosten auf 37,5 Milliarden Dollar - USA greifen erneut an

Iran-Krieg: Hegseth schätzt Kosten auf 37,5 Milliarden Dollar - USA greifen erneut an


Iran-Krieg: Hegseth schätzt Kosten auf 37,5 Milliarden Dollar - USA greifen erneut an
Iran-Krieg: Hegseth schätzt Kosten auf 37,5 Milliarden Dollar - USA greifen erneut an / Foto: Alex WROBLEWSKI - AFP

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzt die bisherigen Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar (knapp 33 Milliarden Euro). Diese Zahl nannte er am Dienstag in einer Senatsanhörung, in der er einen Antrag auf zusätzliche Mittel in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar verteidigte. Die US-Armee flog wenig später neue Angriffe auf den Iran - auch in der Hauptstadt Teheran wurde nach Angaben der Staatsmedien die Luftabwehr aktiviert.

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"Die aktuelle Schätzung ist 37,5 Milliarden Dollar", sagte Hegseth bei der Anhörung in einem Senatsausschuss zu den aktuellen Kosten des Krieges. Zugleich verteidigte er die beantragten zusätzlichen 67 Milliarden Dollar für das Pentagon. Das neue Geld sei "dringend" notwendig, um die Kosten für den Iran-Krieg bis Ende September zu decken.

Präsident Donald Trump hatte zuvor neue heftige Angriffe angekündigt. Die USA seien mit dem Iran "noch lange nicht fertig", sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus.

Trumps Schätzungen zufolge wird der Wiederaufbau im Iran mindestens 20 Jahre dauern. "Wenn wir jetzt rausgehen, würde der Iran 20, 25 Jahre brauchen, um sich wieder aufzubauen", sagte er. Der US-Präsident betonte aber: "Wir sind noch lange nicht fertig. Wir ziehen jetzt noch nicht ab."

Unter anderem drohte Trump mit Angriffen auf die unterirdische iranische Atomanlage Pickaxe Mountain. "Wir werden dieses Gebiet ziemlich bald und sehr hart angreifen." Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran in der tief unter der Erde gelegenen Nuklearanlage eine geheime Urananreicherungsanlage errichtet.

Der Iran drohte im Falle eines Angriffs auf Pickaxe Mountain mit einer weiteren Ausweitung des Krieges. Dann würden "sämtliche Interessen Amerikas, seiner Verbündeten und Unterstützer" in der Region ins Visier genommen, hieß es in einer im staatlichen Fernsehsender Irib verbreiteten Erklärung der Armeeführung.

Ob Pickaxe Mountain Ziel der neuen US-Angriffe war, blieb vorerst unklar. Diese zielten darauf ab, "die Fähigkeit des Iran, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen", erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Die neue Angriffswelle habe am Mittwochmorgen um 01.00 Uhr (MESZ) begonnen. Sie endete demnach um 02.15 Uhr.

Es war die elfte Nacht in Folge, dass die USA den Iran attackierten. Bei den Angriffen seien "iranische militärische Kommandozentralen, maritime Kapazitäten, Flugzeughangars, Lagerstätten für Drohnen sowie militärische Logistik-Infrastruktur" ins Visier genommen worden, erklärte Centcom.

Laut iranischen Staatsmedien wurden Angriffe aus verschiedenen Regionen gemeldet, unter anderem aus dem Nordwesten und Süden des Landes. Auch die Stadt Buschehr, wo sich das einzige aktive iranische Atomkraftwerk befindet, sei angegriffen worden. In der Hauptstadt Teheran wurde den Berichten zufolge die Luftabwehr aktiviert - und das für mehrere Stadtteile.

Zur Begründung für die neuerlichen Attacken verwies die US-Armee darauf, dass der Iran in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 kommerzielle Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen habe. Im Gegenzug habe das US-Militär seit Anfang Mai die Durchfahrt von rund 900 Schiffen durch die Meeresenge und damit den Transport von 450 Millionen Barrel Rohöl ermöglicht, erklärte Centcom.

Die Straße von Hormus ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Washington und Teheran. Der Iran hält die für die weltweite Schifffahrt und die Entwicklung der Ölpreise immens wichtige Meeresenge inzwischen wieder de facto geschlossen.

Die USA haben im Gegenzug eine Blockade iranischer Häfen verhängt und greifen seit anderthalb Wochen wieder jede Nacht an. Im Gegenzug attackiert die iranische Armee immer wieder die Golfstaaten Jordanien, Kuwait und Bahrain, wo sich US-Militärstützpunkte befinden.

B.Cretella--PV

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