Pallade Veneta - Indischer Oppositionsführer Gandhi nach Festnahme bei Protesten wieder auf freiem Fuß

Indischer Oppositionsführer Gandhi nach Festnahme bei Protesten wieder auf freiem Fuß


Indischer Oppositionsführer Gandhi nach Festnahme bei Protesten wieder auf freiem Fuß
Indischer Oppositionsführer Gandhi nach Festnahme bei Protesten wieder auf freiem Fuß / Foto: Arun SANKAR - AFP

Einen Tag nach seiner Festnahme bei Protesten gegen Missstände im Bildungssystem ist der indische Oppositionsführer Rahul Gandhi wieder freigekommen. Gandhi hatte sich am Dienstag an einer Protestkundgebung vor der Residenz von Premierminister Narendra Modi in der Hauptstadt Neu Delhi beteiligt und war zusammen mit anderen Menschen festgenommen worden. In Onlinemedien hatte Gandhi zudem Modis Rücktritt verlangt.

Textgröße ändern:

Gandhi hatte zunächst einen Marsch von Abgeordneten zur Residenz Modis angeführt. Dort kam es dann zu einer Sitzblockade, bei der Demonstranten "Nieder mit Modi!" und "Wir wollen Gerechtigkeit" skandierten. Später beobachteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP, wie Gandhi und andere Teilnehmer in einem Bus weggebracht wurden. Am Montag war es bei Protesten in Neu Delhi zu heftigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen, dutzende Menschen wurden verletzt.

Entzündet haben sich die Proteste an Missständen im Bildungssystem. So mussten mehr als zwei Millionen Medizinstudenten eine Prüfung wiederholen, weil die Aufgaben vor dem ursprünglichen Termin bekannt geworden waren. Hinzu kamen Probleme bei einem Online-Bewertungssystem, das ebenso viele Schülerinnen und Schüler traf.

Speerspitze der Protestbewegung ist die so genannten Kakerlaken-Partei, die inzwischen im Internet zwei Millionen Follower zählt. Der Name geht auf einen Kommentar des Obersten Richters Surya Kant zurück, der junge Regierungskritiker während einer Anhörung als "Kakerlaken" und "Parasiten" bezeichnet hatte.

Bildungsminister Dharmendra Pradhan, dessen Rücktritt die Demonstranten fordern, hatte am Dienstag Veränderungen in Aussicht gestellt. Die Regierung sei den Menschen "Reformen und Rechenschaft schuldig", schrieb er in Onlinediensten. "Genau das will unsere Regierung auch weiterhin liefern."

Unterdessen harrten im Zentrum Neu Delhis weiter hunderte Demonstranten aus. "Die Kakerlaken leben", hieß es in einem Beitrag im Internet, in dem Pradhan zudem als "inkompetent" bezeichnet wurde.

M.Romero--PV

Empfohlen

USA: Trumps Justizminister Blanche räumt Hürde für Ernennung aus dem Weg

Der amtierende US-Justizminister Todd Blanche hat eine zentrale Hürde für seine dauerhafte Ernennung aus dem Weg geräumt. In einer am Sonntag im Onlinedienst X veröffentlichten Anordnung hob er einen umstrittenen Entschädigungsfonds offiziell auf, dessen endgültige Aufgabe die republikanischen Senatoren John Cornyn und Thom Tillis zur Bedingung für ihre Unterstützung gemacht hatten. Ob die beiden Blanche nun unterstützen, blieb zunächst offen.

Myanmar macht erstes Treffen Suu Kyis mit Rotkreuz-Vertreter seit Putsch publik

Erstmals seit dem Militärputsch von 2021 ist in Myanmar ein Treffen der unter Hausarrest stehenden früheren Regierungschefin Aung San Suu Kyi mit einem Vertreter des Roten Kreuzes öffentlich bekannt geworden. Der Repräsentant des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Myanmar, Arnaud de Baecque, habe die 81-Jährige am Montag besucht, teilte das Büro des myanmarischen Präsidenten mit. Das Treffen war damit das erste seit dem Putsch öffentlich bekannt gewordene Treffen Suu Kyis mit einem ausländischen Vertreter.

Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken

US-Präsident Donald Trump hat nach dem vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran neue Gespräche mit Teheran ab Montag angekündigt. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. "Es beginnt morgen Nachmittag." Nähere Angaben - etwa zum Ort der Gespräche oder zu den Teilnehmern - machte Trump zunächst nicht.

Argentiniens Präsident Milei bekräftigt Attacken gegen Brasiliens Staatschef Lula

Argentiniens ultrarechter Präsident Javier Milei hat seine Attacken gegen Brasiliens linken Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva bekräftigt. "Er ist ein Dieb, ein Korrupter, er wurde als Dieb und Korrupter verurteilt", sagte Milei am Sonntag dem argentinischen Sender LN+. "Er saß in Haft, und deswegen stimmt auch das mit dem Sträfling." Lula sei außerdem wegen eines "bürokratischen Fehlers im Verfahren" aus der Haft entlassen worden, "nicht weil er unschuldig war".

Textgröße ändern: