Pallade Veneta - Indischer Bildungsminister tritt nach anhaltenden Protesten zurück

Indischer Bildungsminister tritt nach anhaltenden Protesten zurück


Indischer Bildungsminister tritt nach anhaltenden Protesten zurück
Indischer Bildungsminister tritt nach anhaltenden Protesten zurück / Foto: Arun SANKAR - AFP/Archiv

Nach anhaltenden Protesten der sogenannten Kakerlaken-Bewegung (CJP) gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat Bildungsminister Dharmendra Pradhan seinen Rücktritt angekündigt. Er habe sein Rücktrittsschreiben an Premierminister Narendra Modi gesandt, teilte er am Samstag im Onlinedienst X mit. Damit kommt er einer Forderung der CJP nach.

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Die Demonstranten brachen nach Bekanntwerden des Rücktritts des Ministers in Jubel aus. "Wir haben es geschafft", sagte CJP-Gründer Abhijeet Dipke.

"Es schmerzt mich, die Ereignisse der letzten zehn Tage mit anzusehen. Für mich geht es hier nicht um persönliches Ansehen", schrieb Pradhan in einem Brief. "Die Kraft der indischen Jugend ist die wahre Stärke dieser Nation. Ich bin fest entschlossen, nicht zuzulassen, dass die Jugend des Landes in einen Teufelskreis der Verwirrung gerät", fügte er hinzu.

Die Kakerlaken-Bewegung war im Mai zunächst als satirische Reaktion auf Äußerungen des Obersten Richters Surya Kant entstanden, der junge Regierungskritiker während einer Anhörung Berichten zufolge mit "Kakerlaken" und "Parasiten" verglichen hatte. Inzwischen fordert die Bewegung auch mehr Arbeitsplätze und Chancen für junge Menschen und kritisiert Modis Regierungsstil als zunehmend autoritär.

Die Proteste begannen zunächst im Zentrum Neu Delhis und haben sich mittlerweile in andere Teile des Landes ausgebreitet. In dieser Woche war die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Demonstranten vorgegangen, als diese versuchten, zum Parlament zu gelangen.

Am Montag und am Freitag hatte die Regierung Gespräche mit führenden CJP-Vertretern geführt, allerdings war es dabei zu keinem Ergebnis gekommen - die CJP beharrt weiter auf ihren Forderungen. Für Samstag war eine weitere Gesprächsrunde angesetzt.

Die Proteste gelten als eine der größten innenpolitischen Herausforderungen für den hindu-nationalistischen Regierungschef seit dem Beginn seiner dritten Amtszeit im Jahr 2024.

B.Fortunato--PV

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