Pallade Veneta - Bericht: Tatverdächtiger des CSD-Anschlags seit Jahren als Gefährder bekannt

Bericht: Tatverdächtiger des CSD-Anschlags seit Jahren als Gefährder bekannt


Bericht: Tatverdächtiger des CSD-Anschlags seit Jahren als Gefährder bekannt
Bericht: Tatverdächtiger des CSD-Anschlags seit Jahren als Gefährder bekannt / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Der flüchtige Hauptverdächtige des mutmaßlichen Terroranschlags auf den Christopher Street Day in Berlin war den deutschen Sicherheitsbehörden einem Bericht zufolge seit Jahren als islamistischer Gefährder bekannt. Der inzwischen 21 Jahre alte Abdul B. sei bereits als Jugendlicher in der islamistischen Szene Berlins aufgefallen und ab dem 16. Lebensjahr von Sicherheitsbehörden erfasst worden, berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Sonntag.

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Wegen der Vorbereitung einer terroristischen Straftat sei er im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und 10 Monaten verurteilt, aber auf "Vorbewährung" entlassen, hieß es weiter in dem Bericht. B. habe die Auflage erhalten, an einem Deradikalisierungsprogramm teilzunehmen. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.

B. sei teilweise observiert worden, außerdem sei sein Telefon überwacht worden, berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR. Die Sicherheitsbehörden schätzten ihn demnach als radikalisiert und gewaltbereit ein. Er solle versucht haben, nach Syrien auszureisen, um sich der Terrorgruppe "Islamischer Staat" anzuschließen. Nach einem Hinweis deutscher Behörden sei B. im vergangenen Jahr im Libanon festgenommen und zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt worden.

Die auf Extremismusprävention und Deradikalisierung spezialisierte Organisation "Violence Prevention Network" bestätigte gegenüber der ARD, zwei Treffen mit B. abgehalten zu haben. Der Mann sei "nicht fassbar" und "undurchschaubar" gewesen, sagte Thomas Mücke, der Leiter der Organisation, dem ARD-Magazin "Report Mainz".

"Der Tatverdächtigte ist als Beratungsfall geprüft worden, weil er eine gerichtliche Weisung erhalten hatte, an diesen Beratungsgesprächen teilzunehmen", sagte Mücke. In dieser so genannten Clearing-Phase sei geprüft worden, ob der Mann als Beratungsfall in Betracht komme. "Die Person wirkte in den bisherigen Gesprächen eher als angepasst und daher war nicht erkennbar gewesen, ob es wirklich zu einer Beratungssituation kommen wird", sagte Mücke weiter. Das wäre abschließend erst in einem dritten Gespräch entschieden worden.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Sonntag ebenfalls Details zu B. bekannt gegeben: "Wir haben es hier mit einem mutmaßlichen Täter zu tun, der in der Vergangenheit auffällig war durch ein hohes Maß an Straftaten, durch eine Radikalisierung, durch eine Zugehörigkeit zur islamistischen Szene." Dobrindt bestätigte, dass B. in Berlin sei B. bereits zu einem Jahr und zehn Monate Haft verurteilt worden war.

P.Colombo--PV

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