Pallade Veneta - Iran-Krieg: Dritte Nacht in Folge ohne Angriffe - Teheran dementiert Gespräche

Iran-Krieg: Dritte Nacht in Folge ohne Angriffe - Teheran dementiert Gespräche


Iran-Krieg: Dritte Nacht in Folge ohne Angriffe - Teheran dementiert Gespräche
Iran-Krieg: Dritte Nacht in Folge ohne Angriffe - Teheran dementiert Gespräche / Foto: YASSER AL-ZAYYAT - AFP

Im Iran-Krieg hat es drei Nächte in Folge keine Angriffe der USA und des Iran gegeben - neue Verhandlungen zwischen den Kriegsgegnern laufen aber offenbar nicht. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wies am Montag Angaben von US-Präsident Donald Trump zurück, wonach beide Seiten derzeit Gespräche führen. Der US-Botschafter bei der UNO, Mike Waltz, hatte am Sonntag erklärt, Trump wolle durch den vorläufigen Verzicht auf Angriffe "Raum für Verhandlungen" lassen.

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"Vermittler mögen Botschaften von amerikanischer Seite an uns übermitteln, die sich auf die aktuellen Entwicklungen in der Region beziehen", sagte Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei in Teheran. "Derzeit stehen wir jedoch in keinerlei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten."

Bakaei bestritt auch, dass der Iran um neue Verhandlungen mit den USA gebeten habe. Dies seien "Erfindungen, die die Gegenseite von Zeit zu Zeit in Umlauf bringt". Das Verhalten der US-Regierung der vergangenen Jahre gleiche dem einer "Mafia-Organisation, die sich an keinerlei Regeln oder Gesetze hält". Solange dies anhalte, "können wir nicht hoffnungsvoll auf das Entstehen eines vernünftigen Prozesses blicken", sagte der Ministeriumssprecher.

Trump hatte am Freitag erklärt, Washington spreche derzeit mit Teheran, das in den Verhandlungen "von Tag zu Tag ernsthafter" werde. Allerdings drohte er auch mit neuen, massiveren Attacken, falls es kein Abkommen gebe.

Nach 13 Tagen neuerlicher US-Luftangriffe auf den Iran hatte die US-Armee seit Freitag drei Nächte in Folge von neuen Bombardierungen abgesehen. Waltz betonte am Sonntag aber, die USA hielten "sich alle Optionen offen". Der Iran hatte seinerseits am Wochenende erklärt, seine "Vergeltungs"-Angriffe eingestellt zu haben.

In iranische Gespräche mit dem Oman zur Verwaltung der Straße von Hormus seien die USA nicht involviert, sagte Bakaei am Montag auch. Die fortdauernden Gespräche zwischen Teheran und Maskat seien eine "bilaterale Angelegenheit" beider Staaten, eine "Verbindung" zu den USA gebe es nicht. Die Meerenge sei weiter "geschlossen".

In der Nacht zum Montag stoppten die iranischen Streitkräfte Staatsmedien zufolge erneut sechs Schiffe, die versucht hatten, die Straße von Hormus zu durchfahren. Nach Warnschüssen seien die Schiffe umgekehrt. Mit einem der Schiffe gab es demnach einen nicht näher erläuterten "Vorfall".

Der Iran hatte am Sonntag Fortschritte bei den Gesprächen mit dem Oman über die Verwaltung der für den Welthandel wichtigen Meerenge verkündet. Maskat hatte vor Beginn der Gespräche erklärt, dass Schiffe die Meerenge auch durch omanische Gewässer passieren könnten, was Teheran verärgerte. Der Iran möchte, dass die Schiffe durch iranische Hoheitsgewässer fahren und dafür eine Gebühr entrichten.

Nach der dritten Nacht ohne Angriffe am Persischen Golf fielen die Ölpreise zu Handelsbeginn am Montag deutlich. Der Ölpreis sackte um rund fünf Prozent ab, auf rund 92 Dollar für ein Barrel der Nordseesorte Brent. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich noch etwas stärker auf gut 84 Dollar.

N.Tartaglione--PV

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