Pallade Veneta - Neuer Verkehrsminister Bilger gegen Tempolimit - Neuer Tankrabatt zu teuer

Neuer Verkehrsminister Bilger gegen Tempolimit - Neuer Tankrabatt zu teuer


Neuer Verkehrsminister Bilger gegen Tempolimit - Neuer Tankrabatt zu teuer
Neuer Verkehrsminister Bilger gegen Tempolimit - Neuer Tankrabatt zu teuer / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) lehnt ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen ab und hat dies für die Regierungszeit von Union und SPD ausgeschlossen. "Ich bin mir sicher, dass in dieser Legislaturperiode kein Tempolimit kommen wird", sagte Bilger am Donnerstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Er persönlich sei nicht davon überzeugt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung eine gute Idee sei und auch die Koalition habe dazu keine entsprechenden Pläne.

Textgröße ändern:

"Ich halte nichts von einem generellen Tempolimit", sagte Bilger. "Wir haben in Deutschland die sichersten Autobahnen, wir haben weniger Verkehrstote als viele Länder in Europa, die Tempolimits haben." Ihm komme es auf die Sicherheit und den Fluss des Verkehrs an, betonte der CDU-Politiker. Telematikanlagen, die die Geschwindigkeit je nach Wetter- und Verkehrslage anpassten, seien dafür an vielen Autobahnstrecken bereits im Einsatz.

Trotz der aktuell hohen Spritpreise schloss Bilger einen neuen Tankrabatt aus; gezielte Entlastungen ließ er aber offen. Der Tankrabatt sei bewusst nur für zwei Monate beschlossen worden, denn er sei sehr teuer. "Deswegen sind wir uns einig in der Bundesregierung, dass wir dieses Instrument nicht noch einmal machen können", sagte Bilger RTL und ntv. Er sehe aber die Belastung von Pendlern, Bus- und Logistikunternehmen. Die dafür gebildete Taskforce des Bundestags werde sich die Situation daher weiter anschauen.

Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten seien weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen, sagte Bilger. Zu einem Spritpreisdeckel nach SPD-Vorstellungen äußerte sich Bilger zurückhaltend: "Wir müssen über realistische Maßnahmen sprechen." Die Debatte werde in der Koalition weiter geführt.

C.Conti--PV

Empfohlen

Klingbeil kündigt bessere steuerliche Bedingungen für Startups an

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat bessere steuerliche Bedingungen für Startups angekündigt. Die Bundesregierung werde so dafür sorgen, "dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt", sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben). Sein Ziel sei, "dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können".

Zwei Verfahren: Russische Justiz befasst sich erneut mit Anti-Kriegs-Partei Jabloko

Die russische Justiz befasst sich am Montag (09.00 Uhr MESZ) erneut mit der von der bevorstehenden Parlamentswahl ausgeschlossenen Anti-Kriegs-Partei Jabloko. In Moskau findet vor dem Obersten Gerichtshof des Landes eine Anhörung zur Berufung von Jabloko-Chef Nikolaj Rybakow gegen den Ausschluss von dem für September geplanten Urnengang statt. Zeitgleich beginnt im nordwestrussischen Pskow die Urteilsverkündung gegen Jabloko-Vizechef Lew Schlosberg wegen "Diskreditierung der Armee".

Kallas: EU will Russland-Sanktionen deutlich ausweiten

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Welt" vom Montag. "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet."

Trump will Militärübungen mit Südkorea "wesentlich" verringern

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Militärübungen seines Landes mit dem traditionellen Verbündeten Südkorea "wesentlich" zu verringern. Die gemeinsamen Manöver seien "nicht nur kostenintensiv, wobei viele dieser Kosten von den USA bezahlt werden (wie üblich!)", erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Darüber hinaus seien diese Militärübungen auch ein Signal, das "total unangemessen und feindlich" gegenüber Nordkorea sei.

Textgröße ändern: