Pallade Veneta - Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag

Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag


Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag
Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag / Foto: Schneyder Mendoza - AFP

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens elf Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen ausgerüsteter Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten.

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Bei den Verletzten handelte es sich um acht Polizisten und drei Zivilisten, wie der Sicherheitsminister der Region Norte de Santander, George Quintero, bekanntgab. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Behörden schrieben eine Belohnung von umgerechnet rund 28.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.

De la Espriella verurteilte den "feigen terroristischen Angriff". Der Anschlag werde nicht "die Entschlossenheit der Kolumbianer brechen, in Frieden und Sicherheit zu leben", erklärte der künftige Staatschef im Onlinedienst X.

Die Vereidigung des ultrarechten Politikers soll am Freitag unter massiven Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt Cali stattfinden. Die Zeremonie soll durch rund 11.000 Soldaten und Polizisten abgesichert werden.

Normalerweise wird der kolumbianische Staatschef in der Hauptstadt Bogotá in sein Amt eingeführt. Auf Wunsch De la Espriellas findet die Zeremonie in Cali statt, das in einer von Gewalt durch Drogenbanden und Guerilleros geplagten Region liegt.

De la Espriella tritt die Nachfolge von Gustavo Petro an, der der erste linksgerichtete Präsident in der Geschichte des südamerikanischen Landes war. Der Politik-Neuling wird von US-Präsident Donald Trump unterstützt und steht für einen scharfen Rechtskurs.

De la Espriella will bewaffnete Gruppen mit militärischer Gewalt bekämpfen und Mega-Gefängnisse errichten. Petro, ein ehemaliger Guerillero, setzte hingegen in seiner vierjährigen Amtszeit auf den Dialog mit bewaffneten Gruppierungen, blieb damit aber weitgehend erfolglos.

R.Lagomarsino--PV

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