Pallade Veneta - Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt

Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt


Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt
Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt / Foto: Miguel SCHINCARIOL - AFP

Der brasilianische Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva ist am Sonntag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten seiner linksgerichteten Arbeiterpartei (PT) gekürt worden. Bei einem Parteitag in São Paulo stellte die PT den 80-Jährigen für eine vierte Amtszeit auf. Bei der Präsidentschaftswahl im Oktober tritt Lula gegen Flávio Bolsonaro an, dessen Vater Jair Bolsonaro er bei der Präsidentschaftswahl 2022 knapp besiegt hatte.

Textgröße ändern:

Lula erklärte auf dem Parteitag vor rund 3000 Anhängern, er sei in "bester Form". Er berichtete von seinen täglichen Sportübungen und verkündete, er werde gegen das Altern ankämpfen. Seine Unterstützer sangen, schwenkten die rote Flagge der PT und Plakate mit Aufschriften wie "Brasilien gibt nicht auf". Lulas 59-jährige Ehefrau trug bei der Veranstaltung ein T-Shirt, auf dem Lula als Kind abgebildet ist.

"Ich bin heute hier, weil Lulas Politik mein Leben und das meiner Familie verändert hat", sagte die 51-jährige Sozialarbeiterin Cristiane Rosa Julho der Nachrichtenagentur AFP. "Dank ihm haben wir heute unser eigenes Haus."

Lula ist es gelungen, seinem Land zu einem soliden Wachstum und zu einer Rekordbeschäftigung zu verhelfen. Die Menschen leiden jedoch unter hohen Lebenshaltungskosten.

Der Sohn von Brasiliens ultrarechtem Ex-Staatschef Jair Bolsonaro war am Samstag vor einer Woche beim Parteitag seiner rechtsgerichteten Liberalen Partei in São Paulo zum Herausforderer Lulas gekürt worden. Das Oberste Gericht Brasiliens hatte seinen Vater im September vergangenen Jahres wegen eines geplanten Umsturzes zu gut 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Er befindet sich in Hausarrest.

Für Lula ist Flávio Bolsonaro ein "Verräter am Vaterland", der die USA dazu angestiftet habe, durch Strafzölle der brasilianischen Wirtschaft Schaden zuzufügen. Flávio Bolsonaro weist dies zurück. Einer aktuellen Umfrage zufolge würde Lula derzeit in einer Stichwahl 48 Prozent der Stimmen erhalten, sein Herausforderer käme auf 43 Prozent.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Trump setzt neue US-Sanktionen gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat das neue Sanktionspaket der USA gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag das nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossene Gesetz.

Angriff auf Polizeiwache in Pakistan: Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einer Explosion und einem Angriff mit Schusswaffen auf eine Polizeiwache im Norden Pakistans ist nach Angaben eines ranghohen Polizeibeamten auf mindestens 31 gestiegen. "Mindestens 31 Menschen, darunter 16 Polizeikräfte, sind bei dem Angriff und Selbstmordanschlag getötet worden", sagte der Beamte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die pakistanischen Gesundheitsbehörden meldeten zudem mehr als hundert Verletzte, von denen mehrere sich in kritischem Zustand befänden.

Bund der Steuerzahler fordert neuen Straftatbestand "Haushaltsuntreue"

Vor dem Beginn der Hauptverhandlung gegen Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage hat der Bund der Steuerzahler einen neuen Straftatbestand gefordert. "Bei der Haftung von Bundesministern bestehen Regelungslücken, sowohl im Strafrecht als auch im Zivilrecht", sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben).

Trump: Sohn hat russischem Geschäftsmann Geld für Hochzeitsfeier zurückgezahlt

US-Präsident Donald Trumps ältester Sohn hat einem russischen Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml das Geld zurückgezahlt, das dieser für die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des Präsidentensohnes ausgegeben hatte. Die Vorgänge seien zwar "völlig erlaubt" gewesen, "aber soweit ich weiß, hat er es ihm zurückgezahlt", sagte Trump mit Blick auf seinen Sohn am Freitag vor Journalisten im Oval Office.

Textgröße ändern: