Pallade Veneta - Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken

Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken


Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken
Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken / Foto: Aaron Schwartz - AFP

US-Präsident Donald Trump hat nach dem vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran neue Gespräche mit Teheran ab Montag angekündigt. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. "Es beginnt morgen Nachmittag." Nähere Angaben - etwa zum Ort der Gespräche oder zu den Teilnehmern - machte Trump zunächst nicht.

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Die Erdölpreise sanken aber nach der Ankündigung des US-Präsidenten: Der Preis der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel nach Handelsbeginn in Asien um knapp 4,7 Prozent auf 80,72 Dollar pro Barrel, der Preis der Referenzsorte Brent North Sea ging ebenfalls um rund 4,7 Prozent auf 83,81 Dollar zurück.

Trump hatte am Samstagabend erklärt, die USA und Israel würden vorläufig auf weitere Angriffe auf den Iran verzichten. Der Iran und andere Staaten in der Golfregion hätten ihn darum gebeten, weil es eine Einigung auf "Umrisse einer Vereinbarung" gegeben habe, schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social.

Der Iran bestritt allerdings, um einen Verzicht auf neue Angriffe gebeten zu haben. Diese Aussage sei "nichts als eine neue Lüge", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag iranische Militärvertreter.

Erst am Freitag hatte Trump dem Iran mit neuen massiven Angriffen gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte er bei einer Kabinettssitzung in Camp David über den Iran.

Am Sonntag sagte Trump an Bord der Air Force One mit Blick auf den Iran: "Sie wollen natürlich nicht angegriffen werden. Sie kannten das Ausmaß des (geplanten) Angriffs, weil sie sahen, wie er sich zusammenbraute." Der US-Präsident betonte erneut, das geplante Vorgehen gegen den Iran wäre "der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg" gewesen.

Neben dem Iran hätten auch Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar ihn gebeten, auf weitere Angriffe zu verzichten, sagte Trump. "Wenn die Verbündeten dazu aufgerufen haben, es abzusagen, dann muss man irgendwie sagen: 'Okay, wir werden sehen.'" Die Verbündeten hätten zu einem Verzicht auf die Angriffe aufgerufen, weil sie davon ausgingen, "dass es einen Deal gibt".

Trump hat wiederholt massive Angriffe gegen den Iran angedroht - und diese dann angesichts angeblicher Zugeständnisse Teherans wieder abgesagt. Allerdings zeichnet sich nach wie vor keine Einigung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran ab. Zentrale Streitthemen sind die vom Iran weitgehend blockierte Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm.

Die USA und der Iran hatten zwar im Juni ein Rahmenabkommen für einen dauerhaften Frieden geschlossen, dieses war aber gescheitert. Mitte Juli nahmen die USA ihre Angriffe wieder auf.

Der iranische Parlamentarier Hassan Ghaschghawi sagte am Sonntag in einem Fernsehinterview, derzeit seien "Bemühungen im Gange", die Vereinbarung wiederzubeleben. "Sie wissen, dass die Hauptfrage die der Straße von Hormus ist." Es finde derzeit ein "Meinungsaustausch" zu diesem Thema statt, sagte der Abgeordnete, der auch Sprecher des Ausschusses für nationale Sicherheit ist.

Die für den weltweiten Erdöl- und Erdgastransport höchst wichtige Straße von Hormus ist Brennpunkt im Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Teheran hatte die Straße von Hormus nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar blockiert. Der Iran will zudem Gebühren von durchfahrenden Schiffen erheben, was die USA strikt ablehnen.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, sagte am Sonntag, eine Vereinbarung mit dem Oman über eine neue Route durch die Meerenge sei nah. "Wir werden eine Übereinkunft über eine Route finden, die für beide Seiten akzeptabel ist - weder die nördliche Route, noch die südliche Route, sondern eine, die die Souveränitätsrechte beider Seiten respektiert und unsere nationalen Interessen und unsere Sicherheit garantiert." Dies bedeute aber nicht, dass die Meerenge wiedereröffnet werde.

Die Straße von Hormus verläuft zwischen dem Iran und dem Oman. In der Meerenge wurde am Sonntagabend eine Explosion nahe einem Tanker gemeldet. Der Kapitän des Tankers habe erklärt, dass er eine "Explosion in unmittelbarer Nähe des Schiffes" gehört habe, erklärte die britische Seefahrtbehörde UKMTO. Der Tanker und die Besatzung seien in Sicherheit. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge 20 Seemeilen (37 Kilometer) nordöstlich der omanischen Stadt Chasab.

F.Amato--PV

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