Pallade Veneta - Behörden: Zwölf Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Zentralrussland

Behörden: Zwölf Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Zentralrussland


Behörden: Zwölf Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Zentralrussland
Behörden: Zwölf Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Zentralrussland / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Bei einem der bislang schwersten ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland sind in der zentralrussischen Region Tatarstan nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. 39 weitere Menschen seien in der Industriestadt Nischnekamsk verletzt worden, erklärte die Regionalregierung am Montagmorgen.

Textgröße ändern:

Die Behörden von Tatarstan sprachen von einem "massiven" ukrainischen Drohnenangriff, der sich gegen "industrielle wie zivile" Ziele gerichtet habe. In Onlinediensten waren Aufnahmen von einer großen schwarzen Rauchwolke an einer Ölanlage nahe Nischnekamsk zu sehen. Die Aufnahmen konnten vorerst nicht unabhängig überprüft werden.

Nischnekamsk liegt gut tausend Kilometer entfernt von der Grenze zur Ukraine. In der Region befinden sich zahlreiche Ölraffinerien. Die Ukraine hat zuletzt vermehrt Ölanlagen in Russland angegriffen. Bei der jüngsten Attacke handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Einzelangriffe seit Beginn der großangelegten russischen Offensive gegen die Ukraine im Februar 2022.

Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor erklärt, 456 ukrainische Drohnen seien in der Nacht abgefangen und zerstört worden. Die Angriffe hätten sich gegen rund 15 russische Regionen und die annektierte Halbinsel Krim gerichtet. Das Ministerium gibt grundsätzlich nicht an, wieviele Drohnen ihr Ziel erreichten. In der an die Ukraine angrenzenden Region Belgorod sei eine Frau bei einem Drohnenangriff getötet worden, teilten die dortigen Behörden mit.

In der Ukraine wurden in der nordöstlichen Region Charkiw nach Behördenangaben fünf Menschen durch einen russischen Artillerieangriff getötet. Der "massive" Angriff habe sich gegen ein Wohngebiet im Ort Bugajiwka gerichtet, erklärte das Büro der zuständigen Staatsanwaltschaft im Onlinedienst Telegram. Mehrere Häuser seien zerstört worden. Dazu veröffentlichte die Behörde das Bild von Trümmern eines Hauses.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe in der Nacht mit 126 Drohnen angegriffen. Laut Behörden wurde in der ukrainischen Region Cherson nahe der Front ein Mann in einem Taxi getötet.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Bericht: Spreng-Drohne flog direkt auf ukrainische Frachtmaschine zu

Die vergangene Woche am Flughafen Leipzig/Halle aufgefundene Drohne mit einer Sprengstoffladung ist laut einem Medienbericht direkt auf ein ukrainisches Frachtflugzeug zugeflogen. Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" am Montag berichtete, zeigen Aufnahmen einer Überwachungskamera, dass die Drohne gegen 19.30 Uhr auf einer Tragfläche des Flugzeugs des Typs Antonow einschlug.

Klingbeils Steuerpläne stoßen weiter auf Kritik

Die Deutsche Steuergewerkschaft (DStG) sieht die Reformpläne von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für die Einkommensteuer kritisch. "Was hier als Reform verkauft wird, ist ein Tarifeingriff mit Etikett: ein bisschen Grundfreibetrag, zwei neue Tarifstufen, acht Euro Kindergeld", sagte der Vorsitzende Florian Köbler den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. Er kritisierte, dass es anders als in früheren Jahren keinen Ausgleich für die sogenannte kalte Progression geben solle.

Datenbank: 2025 starben weltweit 350 humanitäre Helfer - 186 davon im Gazastreifen

Im vergangenen Jahr sind weltweit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen bei einem Einsatz ums Leben gekommen - mehr als die Hälfte davon im Gazastreifen. Das zeigen Zahlen der von Humanitarian Outcomes betriebenen Datenbank zu Sicherheitsvorfällen gegen humanitäre Helfer (AWSD), die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag) vorliegt. Demnach gab es 2025 die zweithöchste Zahl von Todesopfern seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1997.

Trump verzichtet offenbar vorerst auf Angriffe auf Iran: "Halten uns zurück"

US-Präsident Donald Trump will auf weitere Angriffe auf den Iran offenbar vorerst verzichten und stattdessen auf wirtschaftlichen Druck setzen. "Wir halten uns zurück", sagte Trump dem Nachrichtenportal "Axios" am Sonntag in einem kurzen Telefoninterview. "Wir verhandeln nur so halb mit ihnen", fügte der US-Präsident hinzu. Die US-Regierung warte ab und beobachte den Iran, der eine "enorme Inflation" und "kein Geld" habe.

Textgröße ändern: