Pallade Veneta - Gericht in Australien spricht Lieferdienstfahrern Vergütung über Mindestlohn zu

Gericht in Australien spricht Lieferdienstfahrern Vergütung über Mindestlohn zu


Gericht in Australien spricht Lieferdienstfahrern Vergütung über Mindestlohn zu
Gericht in Australien spricht Lieferdienstfahrern Vergütung über Mindestlohn zu / Foto: DAVID GRAY - AFP/Archiv

Fahrer für Lieferdienste wie Uber Eats erhalten in Australien ab der kommenden Woche eine Mindestvergütung: Eine Entscheidung des australischen Arbeitsgerichts vom Dienstag sieht vor, dass die Fahrer dann 31,30 australische Dollar (19,15 Euro) pro Stunde verdienen - und damit deutlich mehr als den australischen Mindestlohn von 26,44 australischen Dollar. Die Fahrer erhalten zudem eine Arbeitsunfallversicherung.

Textgröße ändern:

Die australische Gewerkschaft Transport Workers Union, die Selbstständige vertritt, die für Lieferplattformen arbeiten, begrüßte die neuen Mindeststandards. Plattformarbeiter seien "viel zu lange" außen vor gelassen worden, sagte der Gewerkschaftsvertreter Michael Kaine. "Ab Montag haben sie Anspruch auf einen absolut weltweit führenden Standard, auf dem wir im Laufe der Zeit weiter aufbauen werden."

Die Weltbank schätzt, dass es 2023 weltweit bis zu 435 sogenannte Gig-Arbeiter gab, die weitgehend außerhalb des regulären Arbeitsschutzes standen. Im Juni verabschiedete die Internationale Arbeitsorganisation ein Übereinkommen mit dem Ziel, den Arbeitsschutz auf Gig-Arbeiter auszuweiten. Gig-Arbeiter haben keine feste Anstellung, sondern übernehmen kurzfristig viele kleine Aufträge.

Die hinter den Apps stehenden Unternehmen steuern die Gig-Arbeit über Algorithmen, die Aufgaben zuweisen, die Bezahlung festlegen, die Leistung bewerten und sogar Beschäftigte entlassen. Die Plattformen stufen die Beschäftigten in der Regel als Selbstständige ein, so dass sie bestimmte Vorgaben zum Lohn oder Vorschriften für die Arbeitssicherheit oftmals außer Acht lassen können.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Steinmeier beginnt zweitägigen Staatsbesuch in Frankreich

Zum Auftakt seines zweitägigen Staatsbesuchs in Frankreich wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag (10.00 Uhr) vom französischen Staatschef Emmanuel Macron mit militärischen Ehren am Pariser Triumphbogen begrüßt. Anschließend sind ein Gespräch mit Macron im Elysée-Palast und eine gemeinsame Presseerklärung geplant. Am Abend soll ein Staatsbankett im Elysée stattfinden.

Bundestag debattiert über Einkommensteuerreform

Der Bundestag debattiert am Donnerstag (09.00 Uhr) über die geplante Einkommensteuerreform. Die Abgeordneten befassen sich in erster Lesung mit dem Vorhaben, das innerhalb der Koalition kontrovers diskutiert wird und vorsieht, vor allem kleine und mittlere Einkommen und insbesondere Familien zu entlasten. In erster Lesung wird außerdem über die geplante Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe sowie die Neuregelung des Wohngeldes debattiert.

Britischer Premierminister Burnham zu Antrittsbesuch bei Merz

Der britische Premierminister Andrew Burnham kommt am Donnerstag zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin. Dabei wollen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der seit Juli amtierende Premier die Ratifikationsurkunden zum deutsch-britischen Freundschaftsvertrag austauschen, der damit in Kraft tritt. Der sogenannte Kensington-Vertrag sieht eine engere Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen vor, darunter in der Außen- und Sicherheitspolitik wie auch in der Wirtschaft. Unterzeichnet worden war der Vertrag im Juli 2025 von Merz und Burnhams Vorgänger Keir Starmer.

Ex-Geisel Eli Scharabi erinnert in Tel Aviv an Opfer des Hamas-Überfalls vor drei Jahren

Am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel haben die Menschen im ganzen Land der Opfer gedacht. Bei einer Gedenkveranstaltung am Mittwochabend in Tel Aviv erinnerte die frühere Hamas-Geisel Eli Scharabi an all jene, die am 7. Oktober 2023 von den Islamisten getötet und verschleppt wurden, darunter seine Familie. Das Versagen der Sicherheitsbehörden an jenem Tag ist das bestimmende Thema vor der Parlamentswahl Ende Oktober.

Textgröße ändern: