Pallade Veneta - Wahlbehörde: Rechtspopulist Farage schlägt Spaßkandidaten in Nachwahl in England

Wahlbehörde: Rechtspopulist Farage schlägt Spaßkandidaten in Nachwahl in England


Wahlbehörde: Rechtspopulist Farage schlägt Spaßkandidaten in Nachwahl in England
Wahlbehörde: Rechtspopulist Farage schlägt Spaßkandidaten in Nachwahl in England / Foto: Henry Nicholls - AFP

Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat die Parlaments-Nachwahl im Osten Englands gegen den Spaßkandidaten "Count Binface" (Graf Mülltonnengesicht) gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen konnte Farage, der der Bekanntgabe des Ergebnisses fernblieb, 22.239 Stimmen auf sich verzeichnen, wie die Wahlbehörde am Freitag bekanntgab. Der zweitplatzierte "Count Binface" übertraf demnach jedoch die Erwartungen und erzielte 9455 Stimmen.

Textgröße ändern:

Die Wahlbeteiligung bei der Nachwahl in Clacton-on-Sea lag der Wahlbehörde zufolge bei 44 Prozent und damit niedriger als bei der regulären Wahl 2024. Die niedrigere Wahlbeteiligung ist bei einer Nachwahl nicht unüblich.

Farage war gegen eine Reihe von unabhängigen Bewerbern angetreten, unter ihnen "Count Binface". Die etablierten politischen Parteien hatten die Wahl am Donnerstag boykottiert, die sie als PR-Gag bezeichneten. Sie warfen Farage vor, er wolle sich einer Überprüfung seiner Finanzen entziehen.

Nötig geworden war die Nachwahl wegen Farages Niederlegung seines Abgeordnetenmandats. Farage sieht sich mit Vorwürfen wegen nicht offengelegter Zuwendungen konfrontiert. Mit seinem Rücktritt ruhten die parlamentsinternen Ermittlungen gegen ihn bis nach der Nachwahl.

Farage hatte eine "Verleumdungskampagne" angeprangert und am 7. Juli seinen Rücktritt erklärt. Die Nachwahl stellte er unter das Motto "Volk gegen Establishment", die Menschen in dem Wahlkreis sollten "Richter" über seine Handlungen sein. Er erklärte sich vor einer Gruppe von Anhängern bereits vor der Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses zum Sieger.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

US-Regierung nennt Negativschlagzeilen über "USS Lincoln" Stimmungsmache

Der in die Negativschlagzeilen geratene US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" kommt nach rund elf Monaten zurück nach Kalifornien. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nutzte einen Besuch auf dem Kriegsschiff am Mittwoch, um gegen Medien auszuteilen. Einige Journalisten hätten versucht, die "Lincoln" zu einem Symbol für "Pannen", "schlechte Stimmung" oder sogar "einen gescheiterten Einsatz" zu machen, kritisierte er.

Proteste in Izmir nach Wechsel des Bürgermeisters zur Regierungspartei AKP

Nach dem Parteiwechsel des Bürgermeisters von Izmir zur islamisch-konservativen AKP haben in der westtürkischen Metropole mehr als tausend Menschen gegen diesen Schritt protestiert. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichteten, sperrte die Polizei die zentralen Plätze der Stadt im Vorfeld der Proteste ab. Am Abend versammelte sich eine Menschenmenge rund um den abgesperrten Cumhuriyet Platz, die türkische Flaggen schwenkte und an den Bürgermeister Cemil Tugay gerichtet skandierte: "Tugay, der Verräter" und "Tugay, tritt zurück".

Von Zwangsräumung betroffene Spanierin Maricarmen gestorben

Die Zwangsräumung ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt Madrid hatte landesweite Massenproteste und schließlich Neuwahlen ausgelöst: Nun ist die 87-jährige Maricarmen Abascal gestorben. "Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Maricarmen heute gestorben ist", teilte der Mieterverband am Mittwoch mit. Nach der Zwangsräumung war Maricarmen wegen Erschöpfung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die größten Gewerkschaften Spaniens riefen derweil zu einem Generalstreik am 11. November auf, um vor den vorgezogenen Parlamentswahlen die Aufmerksamkeit auf der Wohnungskrise zu halten.

Mieterverband: Zwangsgeräumte Spanierin Maricarmen gestorben

Die Zwangsräumung ihrer Wohnung in Madrid hat Massenproteste ausgelöst - nun ist die 87-jährige Maricarmen Abascal gestorben. "Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Maricarmen heute gestorben ist", teilte der Mieterverband am Mittwoch mit. Der Fall der 87-Jährigen hatte eine heftige politische Kontroverse, landesweite Proteste und schließlich Neuwahlen ausgelöst.

Textgröße ändern: