Pallade Veneta - NRW-Innenminister macht "Idioten" für Waldbrand verantwortlich

NRW-Innenminister macht "Idioten" für Waldbrand verantwortlich


NRW-Innenminister macht "Idioten" für Waldbrand verantwortlich
NRW-Innenminister macht "Idioten" für Waldbrand verantwortlich / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. "Das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten, irgendein Idiot hat das Feuer verursacht", sagte Reul am Samstag bei einem Besuch der Einsatzkräfte vor Ort. "Darum muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen und einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem."

Textgröße ändern:

Einen Waldbrand wie im Hürtgenwald habe er noch nicht gesehen, sagte der CDU-Politiker: "Es ist ein Riesenfeuer." Reul dankte den Einsatzkräften aus Bund und Ländern sowie den Freiwilligen für ihren Einsatz. "1400 Leute aus Bund und Ländern, alle helfen mit - ich finde das grandios", sagte er. "Es ist doch ein Hammer zu erleben, wie viel Bereitschaft in unserem Bundesland ist, sich untereinander zu helfen."

Unverständnis zeigte Reul für Kritik, dass das Land Nordrhein-Westfalen keine eigenen Löschflugzeuge habe. "Diese Nörgeleien, ich habe keine Lust mehr darauf. Bitte nachher nörgeln, Ende, aus." Nun sei es das Wichtigste, das Feuer unter Kontrolle zu halten. "Die Leute interessiert, ob wir deren Häuser sichern können", sagte Reul. "Nur das interessiert sie, und das andere ist denen vollkommen wurscht. Und die Frage von Flugzeugen, das habe ich schon zehn Mal diskutiert."

Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) traf am Nachmittag am Einsatzort im Hürtgenwald ein. Wüst tauschte sich mit den Einsatzkräften über die Lage aus, danach wollte er sich vor den Medien äußern. Die Feuerwehr hatte zuvor mitgeteilt, das Feuer unter Kontrolle zu haben. Am Nachmittag setzte leichter Regen ein, was die Löscharbeiten begünstigen dürfte.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Sachsen-Anhalt: SPD beendet Initiative für Regierungsbildung an AfD vorbei

Die SPD in Sachsen-Anhalt hat ihre Initiative für die Bildung einer sogenannten überparteilichen Regierung an der AfD vorbei beendet. "Wir haben nach der Wahl jede demokratische Möglichkeit geprüft und CDU, Grüne, Linke und BSW an einen Tisch eingeladen", erklärte SPD-Landeschefin Juliane Kleemann am Mittwoch in Magdeburg. Inzwischen sei jedoch "die Grundlage für weitere Gespräche weg". Sie fügte hinzu: "Wir werden niemandem hinterherlaufen."

Lange Themenliste: Koalitionsausschuss in Berlin zusammengekommen

Im Berliner Kanzleramt sind am Mittwochabend die Spitzen der Koalition zu ihrem ersten Koalitionsausschuss nach der Sommerpause zusammengekommen. Themen und Streitpunkte gibt es genug - von der Rentenreform über die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts bis zur Zuckersteuer. Hier wollen Union und SPD ihre Arbeit für die kommenden Wochen und Monate abstecken.

Jahrestag des Hamas-Angriffs: Appelle für entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus

Solidaritätsbekundungen zum dritten Jahrestag des Hamas-Großangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023: Die Bundesregierung hat am Mittwoch vor einem zunehmenden Antisemitismus in Deutschland gewarnt und einen entschlossenen Einsatz gegen Judenfeindlichkeit zugesichert. "Die Bundesregierung wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um Antisemitismus in all seinen neuen und alten Formen konsequent zu bekämpfen", erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnte bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin vor einer Regierungsbeteiligung von Antisemiten.

Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - darunter vier Kinder

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben am Mittwoch mindestens 24 Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Allein 18 Menschen kamen bei einem Raketenangriff auf ein Wohnhaus im Norden des Landes ums Leben, bei dem zudem dutzende Menschen verletzt wurden, erklärte Präsident Wolodymyr Selensky in Onlinediensten. Er nannte die jüngsten Attacken "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

Textgröße ändern: