Pallade Veneta - Freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber gestiegen - Syrer größte Gruppe

Freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber gestiegen - Syrer größte Gruppe


Freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber gestiegen - Syrer größte Gruppe
Freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber gestiegen - Syrer größte Gruppe / Foto: LOUAI BESHARA - AFP

Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von Migranten und abgelehnten Asylsuchenden ist im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Von Januar bis Ende Juni seien 9276 Menschen im Rahmen von Rückkehrprogrammen des Bundes in ihre Heimatländer zurückgekehrt, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Montag mit. Dies waren demnach 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit 7348 freiwilligen Ausreisen. Die meisten Menschen kehrten nach Syrien zurück.

Textgröße ändern:

Schon 2025 war die geförderte freiwillige Rückkehr von ausreisepflichtigen Ausländern über das humanitäre Rückkehrförderprogramm REAG/GARP deutlich angestiegen, wie die Behörde erklärte. Im gesamten Jahr 2025 hätten die Bundesbehörden 16.578 Menschen bei der geförderten Rückkehr in ihr Herkunftsland oder einen aufnahmebereiten Drittstaat unterstützt. 2024 waren es den Angaben zufolge noch 10.358 Menschen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe über diese Zahlen berichtet.

Die meisten freiwilligen Ausreisen gab es mit 2843 Menschen nach Syrien, wie das Bamf auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP weiter mitteilte. Es folgten demnach die Herkunftsländer Türkei (2815), Russland (530), Kolumbien (486) und Irak (362).

Laut Ausländerzentralregister waren Ende Juni 2026 insgesamt 258.845 Menschen in Deutschland ausreisepflichtig. Davon waren 199.271 geduldet.

Mit dem sogenannten REAG-GARP-Programm fördert das Bamf die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer oder in Drittstaaten. Das Bundesamt übernimmt etwa Flugkosten für die Ausreise und zahlt eine "Starthilfe" von 1000 Euro pro Erwachsenem sowie 500 für Kinder und Jugendliche. Seit Januar 2025 bietet das Bamf wieder die geförderte freiwillige Ausreise auch nach Syrien an. Zuvor war das Programm aufgrund des Bürgerkrieges in dem Land ausgesetzt.

In Syrien war im Dezember 2024 der langjährige Machthaber Baschar al-Assad von islamistischen Milizen gestürzt worden. Damit endeten in dem Land auch ein 13 Jahre währender Bürgerkrieg, der Millionen Menschen in die Flucht getrieben hatte.

Die Regierung unter Interimspräsident Ahmed al-Scharaa bemüht sich um die Aufhebung internationaler Sanktionen und ausländische Unterstützung beim Wiederaufbau. Die neue Führung hat dazu versichert, sie werde die Minderheiten im Land schützen. Allerdings kam es immer wieder zu Gewalt insbesondere gegen Alawiten, Drusen und Christen.

D.Bruno--PV

Empfohlen

CDU nach Wahl von AfD-Landtagspräsident Rausch unter Druck

Nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt steht die CDU unter zunehmendem Druck. Führende CDU-Politikerinnen und Politiker zeigten sich am Mittwoch besorgt über mögliche CDU-Stimmen für Rausch, der bei seiner Wahl vier Stimmen mehr bekommen hatte, als AfD und BSW zusammen haben. Kanzler Friedrich Merz (CDU) betonte, eine Stimme für die AfD vertrage sich nicht mit den Werten seiner Partei.

Statue eines nackten Donald Trump sorgt für Aufsehen im EU-Parlament

Der US-Präsident nackt im EU-Parlament: Eine goldfarbene Statue von Donald Trump sorgt im EU-Parlament in Straßburg für Aufsehen. Der Vorsitzende der Linksfraktion im EU-Parlament, Martin Schirdewan, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, er sehe in der Statue eine "treffende Methapher" für das Verhältnis zwischen EU und den USA, könne sich aber "ästhetisch Schöneres vorstellen, als die ganze Woche am nackten Arsch von Donald Trump vorbeizulaufen". Einige Abgeordnete hielt dies aber nicht davon ab, sich kleine Kopien des Kunstwerks ins Büro zu stellen.

Mutmaßlicher Spionagefall um Hanning: Aserbaidschan protestiert bei Bundesregierung

Nach den Spionagevorwürfen gegen Ex-BND-Chef August Hanning hat Aserbaidschan lokalen Medienberichten zufolge bei der Bundesregierung dagegen protestiert, dass das Land mit dem Fall in Verbindung gebracht wird. Der Protest sei über nachrichtendienstliche und diplomatische Kanäle an das Bundeskanzleramt und das Auswärtige Amt übermittelt worden, berichtete die aserbaidschanische Nachrichtenagentur APA am Mittwoch. Der einstige Geheimdienstchef Hanning soll jahrelang vertrauliche Informationen ans Ausland weitergegeben haben.

Steinmeier zum Staatsbesuch in Frankreich: Raumfahrt und Verteidigung

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Mittwochabend zu einem dreitägigen Frankreich-Besuch in Paris erwartet. Die Visite dient der Bekräftigung der deutsch-französischen Freundschaft - dabei nehmen die Themen Raumfahrt und Verteidigung einen zentralen Platz ein. Sie findet inmitten von landesweiten Schülerprotesten statt, die in den vergangenen Tagen teils zu gewaltsamen Ausschreitungen führten.

Textgröße ändern: