Pallade Veneta - Kushner: Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich

Kushner: Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich


Kushner: Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich
Kushner: Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP/Archiv

Der US-Sondergesandte Jared Kushner hält Fortschritte bei der Entwaffnung der islamistischen Hamas im Gazastreifen im Zuge des US-Friedensplans binnen eines Monats für möglich. "Wir könnten (...) schon in 30 Tagen Fortschritte sehen", sagte Kushner am Montag dem Sender Fox News in Tel Aviv. Diese Fortschritte begännen "hoffentlich mit dem Abtransport einiger Waffen und, wissen Sie, hoffentlich auch mit dem Zuschütten einiger Tunnel".

Textgröße ändern:

Kushner äußerte sich nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Zu den weiteren Mitgliedern des "Friedensrats", die gemeinsam mit Kushner an den Gesprächen teilnahmen, gehörte der ehemalige britische Premierminister Tony Blair.

Laut einem israelischen Regierungsvertreter einigten sich Kushner und Netanjahu darauf, dass ein US-General die Entwaffnung der Hamas überprüfen solle. Bis dahin werde es keinen Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem größtenteils von der Hamas kontrollierten Palästinensergebiet geben, erklärte Netanjahu demnach.

Die beiden Seiten "kamen überein, dass im Gazastreifen keine Truppenverlegung oder Wiederaufbaumaßnahmen erfolgen werden, bevor die Hamas im gesamten Gebiet entwaffnet ist", sagte der hochrangige israelische Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Ein Vertreter des "Friedensrats" von US-Präsident Donald Trump erklärte zudem, dass "jede eingesammelte Waffe vollständig außer Betrieb genommen" werde, "so dass sie nicht wieder verwendet werden kann". Weiter sagte er: "Sollte die Hamas auf Terror oder Gewalt zurückgreifen oder versuchen, sich wieder zu bewaffnen, behält Israel das Recht, entsprechend zu handeln."

Der von Trump vorangetriebene Gaza-Friedensplan sieht vor, dass die Hamas schrittweise ihre Waffen abgibt, während sich die israelischen Streitkräfte aus dem Palästinensergebiet zurückziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe und eine neue palästinensische Polizei sollen die Verantwortung in dem Küstenstreifen übernehmen. Die Stabilisierungstruppe wird von dem US-Generalmajor Jasper Jeffers geleitet.

Trump hatte seine Pläne für eine Entwaffnung der Hamas und ihrer Verbündeten sowie einen Rückzug der israelischen Armee Ende Juli vorgestellt und als "Meilenstein" bezeichnet. Die Hamas, die weiterhin große Teile des Gazastreifens kontrolliert, hatte dem Trump-Plan nach eigenen Angaben zugestimmt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Netanjahu lehnt den Plan dagegen ab. Er fordert vor einem Rückzug Israels aus dem Gazastreifen nicht nur eine Entwaffnung der Islamisten, sondern auch die Vernichtung aller im Gazastreifen befindlichen Waffen.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten am 7. Oktober 2023 Israel überfallen. Bei dem Großangriff wurden mehr als 1200 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit massiven Angriffen auf den Gazastreifen, bei denen nach nicht überprüfbaren Hamas-Angaben seither mehr als 70.000 Menschen getötet wurden. Trotz einer im Oktober vereinbarten Waffenruhe griff die israelische Armee zwischenzeitlich nahezu täglich Ziele im Gazastreifen an.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, hat den Iran für einen Drohnenangriff auf sein Büro verantwortlich gemacht. Er verurteilte den Angriff am Montag als "direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region". Die irakische Zentralregierung in Bagdad ordnete eine Untersuchung an. Der US-Sondergesandte Tom Barrack verurteilte den Angriff "aufs Schärfste". Teheran wiederum stellte den Vorfall als "Täuschung" dar.

Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW-Vorstand kündigt Sonderparteitag an

Im Streit mit der BSW-Bundesspitze über die Beteiligung an der Landesregierung in Thüringen hat die Landespartei einen Sonderparteitag angekündigt. "Auf Basis der Anträge von vier Kreisverbänden" habe der Landesvorstand die Einberufung des außerordentlichen Parteitags beschlossen, teilte das Thüringer BSW am Montag in Erfurt mit. Bekräftigt wurde, "dem Beschluss des Bundesvorstands, aus der Regierungskoalition auszusteigen und Verhandlungen für eine Expertenregierung aufzunehmen, nicht zu folgen".

Trump deutet Kontakte mit Nordkoreas Machthaber Kim an

US-Präsident Donald Trump hat neue Kontakte mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angedeutet. Auf die Frage, warum Kim nicht auf seine jüngst geäußerten Gesprächswünsche reagiert habe, sagte Trump am Montag vor Reportern im Oval Office: "Woher wissen Sie, dass er nicht geantwortet hat?" Als er weiter gedrängt wurde, ob Kim tatsächlich geantwortet habe, antwortete Trump: "Ja, hat er."

Kurdischer Ministerpräsident im Irak meldet iranischen Drohnenangriff auf sein Büro

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, ist nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden. Dabei seien sein Büro und das Haus des örtlichen Geheimdienstchefs in der Ortschaft Pirmam nahe Erbil ins Visier genommen worden, erklärte Barsani am Montag im Onlinedienst X. Opfer habe es nicht gegeben. Bagdad ordnete eine Untersuchung an. Teheran verurteilte den Angriff.

Textgröße ändern: