Pallade Veneta - Wahlkommission in Sambia: Präsident Hichilema für zweite Amtszeit wiedergewählt

Wahlkommission in Sambia: Präsident Hichilema für zweite Amtszeit wiedergewählt


Wahlkommission in Sambia: Präsident Hichilema für zweite Amtszeit wiedergewählt
Wahlkommission in Sambia: Präsident Hichilema für zweite Amtszeit wiedergewählt / Foto: GIANLUIGI GUERCIA - AFP/Archiv

Nach der Wahl in Sambia ist Präsident Hakainde Hichilema von der Wahlkommission zum Sieger ausgerufen worden. Der seit 2021 regierende Staatschef sei mit 60 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden, teilte die Wahlkommission des südafrikanischen Landes am Dienstag mit. Internationale Wahlbeobachter hatten zuvor Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentschaftswahl beklagt.

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Auf dem zweiten Platz landete den offiziellen Angaben zufolge Oppositionskandidat Brian Mundubile, der sich zuvor schon selbst zum Sieger erklärt hatte. Mundubile sei auf knapp 38 Prozent der Stimmen gekommen, erklärte die Vorsitzende der Wahlkommission, Mwangala Zaloumis. Derzeit seien zwar die Stimmen aus fünf der 226 Wahlkreise noch nicht ausgezählt. Allerdings dürften "die noch ausstehenden Ergebnisse das Gesamtergebnis der Wahl nicht wesentlich beeinflussen", betonte sie.

Hichilema erklärte sich nach der Verkündung seines Siegs "zutiefst dankbar für das Vertrauen" der Wähler. Allerdings verlief seine Wiederwahl nicht reibungslos: Nach Berichten über Gewalt bei der Stimmenauszählung hatte die Wahlkommission einen Tag nach dem am Donnerstag vergangener Woche abgehaltenen Urnengang die Auszählung und Bekanntgabe von Ergebnissen im ganzen Land vorübergehend gestoppt.

Die stundenlange Unterbrechung der Stimmauszählung habe "Unsicherheit und Besorgnis" ausgelöst, kritisierte die Wahlbeobachtermission der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) am Samstag. Zudem lägen Berichte "über Einschüchterungen, Übergriffe, Entführungen und Sachbeschädigungen in fünf Provinzen" vor.

Auch die EU kritisierte die Wahlbedingungen. Die Abstimmung habe "vor dem Hintergrund eines eingeschränkten demokratischen Handlungsspielraums stattgefunden", sagte der Leiter der EU-Beobachtermission, Michael McNamara. Die Begünstigung von Amtsinhabern habe zu "ungleichen Wettbewerbsbedingungen" geführt.

Rund 8,7 Millionen Menschen waren am Donnerstag in Sambia zur Wahl aufgerufen. Neben dem Staatschef wurden 226 Abgeordnete der Nationalversammlung gewählt. Im Wahlkampf hatte vor allem die wirtschaftliche Lage in dem kupferreichen Sambia eine Rolle gespielt. Hichilemas Regierung stabilisierte nach einem Staatsbankrott im Jahr 2020 die Landeswährung, senkte die Inflation und erzielte mit Gläubigern eine Umschuldungsvereinbarung. Viele Menschen leiden dennoch weiterhin unter hohen Lebenshaltungskosten.

L.Bufalini--PV

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