Pallade Veneta - US-Sender ABC verklagt Medienaufsichtsbehörde wegen drohenden Lizenzentzugs

US-Sender ABC verklagt Medienaufsichtsbehörde wegen drohenden Lizenzentzugs


US-Sender ABC verklagt Medienaufsichtsbehörde wegen drohenden Lizenzentzugs
US-Sender ABC verklagt Medienaufsichtsbehörde wegen drohenden Lizenzentzugs / Foto: Mandel NGAN, Robyn Beck - AFP/Archiv

Der US-Fernsehsender ABC hat die Medienaufsichtsbehörde FCC wegen eines drohenden Lizenzentzugs verklagt. Der Sender wirft der FCC in der am Dienstag bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klage eine "Vergeltungskampagne" auf Betreiben der Regierung von US-Präsident Donald Trump vor. Diese Kampagne habe "einen einzigen Grund": Die Trump-Regierung "missbilligt, was ABC sendet". Die Angriffe hätten immer weiter zugenommen. Aus diesem Grund sei zuletzt explizit gefordert worden, ABC seine Sendelizenzen zu entziehen.

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Die Medienaufsichtsbehörde FCC hatte den ABC-Mutterkonzern Disney Anfang des Jahres aufgefordert, einen Antrag auf Verlängerung der Sendelizenzen einzureichen - mehrere Jahre vor dem ursprünglichen Termin. Trump hatte ABC zuvor mehrfach attackiert und dabei insbesondere den Komiker und Moderator Jimmy Kimmel scharf angegriffen, der bei ABC eine beliebte Late-Night-Show moderiert. Trump forderte unter anderem eine Entlassung des Moderators.

Im September vergangenen Jahres hatte ABC Kimmels Late-Night-Show vorübergehend abgesetzt. Nach heftiger Kritik vollzog der Sender aber eine Kehrtwende und nahm seine Show wieder ins Programm.

Über die FCC habe die Trump-Regierung den Druck auf ABC über Monate "kontinuierlich erhöht, was schließlich in der aktuellen Drohung bezüglich der Sendelizenzen der acht Kanäle von ABC gipfelte", heißt es nun in der Klage des Senders. Die Behörde habe "außergewöhnlich früh" eine Überprüfung der Lizenzen verlangt. In Wirklichkeit verfolge die FCC damit die Absicht, einen Sender unter Druck zu setzen und zu bestrafen, "der sich weigert, sich den Forderungen der Regierung zu beugen".

J.Lubrano--PV

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