Pallade Veneta - Trump veröffentlicht Karte mit Straße von Hormus als US-Territorium

Trump veröffentlicht Karte mit Straße von Hormus als US-Territorium


Trump veröffentlicht Karte mit Straße von Hormus als US-Territorium
Trump veröffentlicht Karte mit Straße von Hormus als US-Territorium / Foto: Jim WATSON - AFP

US-Präsident Donald Trump hat seine Ankündigung bekräftigt, die Straße von Hormus zu einem Teil des US-Territoriums zu erklären. In seinem Onlinedienst Truth Social veröffentlichte Trump am Dienstag einen Kartenausschnitt, auf dem die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge mit der Aufschrift "New U.S. Territory" versehen ist, zu Deutsch neues US-Gebiet.

Textgröße ändern:

Zugleich erklärte Trump, derzeit fänden keine Gespräche mit dem Iran statt und es seien auch keine geplant. "Die Seeblockade bleibt vollständig in Kraft und wirksam", schrieb er. Die Straße von Hormus sei hingegen "offen und in Betrieb", alle Seeminen seien beseitigt oder zur Explosion gebracht worden.

Teheran erklärte dagegen am Dienstag erneut, die Meerenge werde erst nach Erfüllung von US-Verpflichtungen wieder geöffnet.

Trump hatte erstmals am Freitag angekündigt, die Straße von Hormus zu US-Territorium erklären zu wollen. Teheran widersprach umgehend und erklärte, die Meerenge "war iranisch, ist iranisch und wird iranisch bleiben".

Die Straße von Hormus ist einer der zentralen Streitpunkte im seit Ende Februar andauernden Krieg mit dem Iran. Teheran hält die zuvor frei passierbare Meerenge seit Kriegsbeginn de facto weitgehend geschlossen. Durch sie wurde vor dem Krieg rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert.

Der Iran verlangt für eine Wiederöffnung unter anderem die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen und des Ölembargos, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie ein Ende der Militäreinsätze. Ein im Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran sollte binnen 60 Tagen zu einer dauerhaften diplomatischen Lösung führen, blieb bislang aber ohne Ergebnis.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Mögliche Unterstützung von BSW für AfD - Debatte gewinnt vor Wahlen an Schärfe

Kurz vor den Landtagswahlen im Osten gewinnt die Auseinandersetzung um eine mögliche Unterstützung der AfD durch das BSW an Schärfe. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) warf dem BSW am Dienstag in der "Augsburger Allgemeinen" vor, der AfD in seinem Bundesland an die Macht verhelfen zu wollen. "Wenn es das BSW in den Landtag schafft, wird es schwer, eine AfD-Regierung zu verhindern", sagte Schulze der Zeitung. "Das BSW wird die AfD zu hundert Prozent unterstützen."

Russische Wahlkampf-Einmischung: Frankreichs Justiz ermittelt

Wegen mutmaßlicher russischer Wahlkampf-Einmischung zum Schaden zweier französischer Präsidentschaftskandidaten hat die Justiz in Frankreich Ermittlungen aufgenommen. Sie befasse sich aus eigener Initiative mit dem Fall, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Paris. Anlass sei das Auftauchen gefälschter Websites mit Falschinformationen über die beiden ehemaligen Premierminister Gabriel Attal und Edouard Philippe.

US-Sender ABC verklagt Medienaufsichtsbehörde wegen drohenden Lizenzentzugs

Der US-Fernsehsender ABC hat die Medienaufsichtsbehörde FCC wegen eines drohenden Lizenzentzugs verklagt. Der Sender wirft der FCC in der am Dienstag bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klage eine "Vergeltungskampagne" auf Betreiben der Regierung von US-Präsident Donald Trump vor. Diese Kampagne habe "einen einzigen Grund": Die Trump-Regierung "missbilligt, was ABC sendet". Die Angriffe hätten immer weiter zugenommen. Aus diesem Grund sei zuletzt explizit gefordert worden, ABC seine Sendelizenzen zu entziehen.

BSW-interner Streit: Voigt sieht Koalition in Thüringen gestärkt

Nach dem Votum des Thüringer BSW zum Verbleib in der Landesregierung sieht Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) die Koalition gestärkt. "Es gab eine klare Entscheidung für Thüringen und für diese Koalition", sagte Voigt am Dienstag in Erfurt. Das Vertrauen sei dadurch "nochmal gestärkt worden". Er zolle der BSW-Fraktion und dem Landesvorstand "großen Respekt" für die Entscheidung, entgegen den Forderungen des BSW-Bundesvorstands in der Landesregierung zu bleiben, betonte Voigt.

Textgröße ändern: