Pallade Veneta - Ecuadorianische Diplomatin A-Baki will UN-Generalsekretärin werden

Ecuadorianische Diplomatin A-Baki will UN-Generalsekretärin werden


Ecuadorianische Diplomatin A-Baki will UN-Generalsekretärin werden
Ecuadorianische Diplomatin A-Baki will UN-Generalsekretärin werden / Foto: RODRIGO BUENDIA - AFP/Archiv

Die ecuadorianische Diplomatin Ivonne A-Baki bewirbt sich um das Amt der UN-Generalsekretärin. Die vom pazifischen Inselstaat Tonga nominierte 75-Jährige erklärte am Dienstag, sie sei bereit, "zur Erneuerung des Grundversprechens der UN-Charta beizutragen: künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren".

Textgröße ändern:

A-Baki ist die Tochter libanesischer Eltern und war unter anderem ecuadorianische Außenhandelsministerin sowie Botschafterin ihres Landes in den USA und in Katar. Sie spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen, die 1998 zum Friedensabkommen zwischen Ecuador und Peru führten. Damit wurde ein jahrzehntelanger Grenzkonflikt beendet, der zuletzt 1995 in einen Krieg gemündet war.

A-Baki betonte, sie sei die "einzige Kandidatin, deren Herkunft Lateinamerika und den Nahen Osten verbindet", sowie die einzige Bewerberin, die an der Vermittlung eines Friedensabkommens zwischen zwei souveränen UN-Mitgliedstaaten mitgewirkt habe. Bekannt wurde sie zudem als Gesicht einer Initiative, mit internationalen Zahlungen auf die Ölförderung im ecuadorianischen Yasuní-Nationalpark zu verzichten. Das Projekt wurde 2013 eingestellt.

Mit A-Bakis Bewerbung sind nun insgesamt fünf Frauen und drei Männer im Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres, dessen zweite Amtszeit am 31. Dezember endet. Zu den Kandidaten gehören die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, aus Argentinien und die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan, die bei einer ersten Probeabstimmung im Sicherheitsrat im Juli vorne lag.

Für eine Nominierung sind mindestens neun der 15 Stimmen im Sicherheitsrat nötig. Keine der fünf Vetomächte darf Einspruch erheben. Anschließend entscheidet die UN-Vollversammlung formal über die Ernennung. Die Amtsübernahme ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Prien: CDU-Stimmen für AfD-Politiker Rausch wären "vollkommen inakzeptabel"

Führende CDU-Politikerinnen haben sich besorgt gezeigt über die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt. Es sei noch nicht geklärt, wer in der geheimen Wahl für Rausch gestimmt habe, sagte CDU-Vize und Bundesfamilienministerin Karin Prien am Mittwoch dem Sender RBB. "Aber ich will deutlich sagen: Sollten es Kolleginnen und Kollegen der CDU-Landtagsfraktion gewesen sein, dann ist das natürlich vollkommen inakzeptabel."

Hundesteuer-Einnahmen weiterhin auf hohem Niveau

Die Hundesteuer spült weiter hohe Summen in die öffentlichen Kassen: Die Gemeinden in Deutschland haben 2025 rund 429,7 Millionen Euro eingenommen und damit in etwa so viel wie der Rekordbetrag aus 2024 (minus 0,1 Prozent), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Allerdings endete damit im vergangenen Jahr der anhaltende Zuwachs aus den Vorjahren. Im Zehnjahresvergleich stiegen die Einnahmen um 33,4 Prozent.

Niedersächsischer Landtag hebt Immunität von SPD-Fraktionschef Politze auf

Der niedersächsische Landtag hat am Mittwoch die Immunität von SPD-Fraktionschef Stefan Politze aufgehoben. Damit ist der Weg für Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover gegen den 61-Jährigen frei. Dieser sagte dem Norddeutschen Rundfunk: "Ich habe mir aktuell nichts vorzuwerfen." Er werde "vollumfänglich" mit der Staatsanwaltschaft kooperieren.

Nach schweren Verletzungen: Frankreichs Regierung setzt Einsatz von Schockgranaten aus

Nach zahlreichen schweren Verletzungen von Jugendlichen bei Polizeieinsätzen während der Schülerproteste hat die Regierung den Einsatz von Schockgranaten ausgesetzt. Dies gelte zunächst nur für die Schülerproteste, "um zu klären, was genau passiert ist", sagte Innenminister Laurent Nuñez am Mittwoch dem Sender RTL. Einem 15-jährigen Jungen aus dem nordfranzösischen Lens war am Montag durch eine solche Granate die Hand abgerissen worden.

Textgröße ändern: