Pallade Veneta - Macron setzt Handyverbot für Oberstufe in Kraft

Macron setzt Handyverbot für Oberstufe in Kraft


Macron setzt Handyverbot für Oberstufe in Kraft
Macron setzt Handyverbot für Oberstufe in Kraft / Foto: Saeed KHAN - AFP/Archiv

Französische Oberstufenschülerinnen und -schüler dürfen ihre Mobiltelefone nicht mehr in der Schule nutzen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzte am Montag ein entsprechendes Gesetz in Kraft, wie seine Sprecherin Maud Bregeon in Paris mitteilte. "Schule ohne Handy - das bedeutet, die Gelassenheit des Lernens wiederzuentdecken", schrieb Macron im Onlinedienst X. Gewerkschaften weisen allerdings darauf hin, dass die Umsetzung des Verbots bis zum Schulanfang am 1. September problematisch sei.

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Das Handyverbot für die Oberstufen war Teil eines umfassenderen Gesetzes, das Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren den Zugang zu Social Media verbieten sollte. Der Verfassungsrat kippte das bereits verabschiedete Gesetz jedoch und prangerte einen "unverhältnismäßigen Eingriff" in die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit der Betroffenen an.

Macron forderte daraufhin, das Gesetz noch einmal zu überarbeiten. Frankreich war das erste Land in Europa, das ein Social-Media-Verbot beschlossen hatte. Ziel war es, gesundheitsschädliche Auswirkungen der Onlinenetzwerke auf Heranwachsende zu vermeiden.

Die Ausweitung des Handyverbots, das bereits in der Grund- und Mittelstufe gilt, beanstandete der Verfassungsrat nicht. Das Gesetz lässt Ausnahmen zu, die auf Schulebene festgelegt werden können. Die Regierung hatte die Gymnasien kurz vor Beginn der Sommerferien aufgefordert, die Umsetzung des Verbots vorzubereiten. In zahlreichen Schulen muss eine Änderung der internen Regeln jedoch von mehreren Seiten gebilligt werden, was während der Ferien nicht möglich war.

Es bleibt den Schulen freigestellt, ob die Schülerinnen und Schüler ihre Telefone lediglich in der Tasche lassen sollen oder ob sie sie zu Unterrichtsbeginn abgeben sollen.

I.Saccomanno--PV

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